Liebe Freunde und Förderer,
es ist immer wieder ein Erlebnis, bedeutende Sterbeforscher, die sich in der Praxis und tiefgründig mit Phänomenen in Todesnähe beschäftigen, als Interviewpartner vor der Kamera zu haben.
Kürzlich, im Rahmen einer Tagung mit dem Titel „Nahtoderfahrungen – Herausforderung für das materialistische Weltbild“, hatte ich wieder die Gelegenheit, mit dem niederländischen Kardiologen Pim van Lommel zu sprechen. Er ist einer der bekanntesten Sterbeforscher unserer Tage und nach eingehenden Studien mit klinisch toten Patienten, die reanimiert werden konnten, davon überzeugt, dass Bewusstsein auch nach dem körperlichen Tod weiter besteht – in einer „nicht lokalen“ Form, als „endloses Bewusstsein“.
In unserem Interview ging es um seinen persönlichen Weg vom „materialistischen Kardiologen“, wie er sich selbst rückblickend bezeichnet, zum idealistischen Sterbeforscher, sowie um die wichtigsten Ergebnisse seiner Forschungsarbeit, die er in einem Essay „Die Kontinuität des Bewusstseins“ zusammengefasst hat.
Die deutsche Fassung des Gesprächs ist seit kurzem online.
Außerdem können Sie auf der Thanatos-Webseite eine redaktionell bearbeitete Transkription lesen: „Ja, es gibt Bewusstsein nach dem Tod“
Die englische Originalfassung des Gesprächs ging vor kurzem auf Thanatos TV EN online und erreichte in den ersten Tagen bereits 50.000 Aufrufe: „Yes, There Is Consciousness After Death“ –
Großes Aufsehen – etwa 150.000 Aufrufe und 700 Kommentare – hat während der vergangenen Wochen auch ein Interview erregt, in dem Gerhard Schug von einer besonderen Todesnähe-Erfahrung nach einem Selbstmordversuch berichtet: „Ich bin in der Hölle gelandet“
Er erzählt ausführlich von seinem Erleben, aber auch über die Erkenntnisse, die es ausgelöst hat, über Engels-Wahrnehmungen und Reinkarnation.
Gerhard Schug lebt unter körperlich schwersten Bedingungen – Halswirbelsäulenverletzung mit Lähmungsfolgen, eine schwere Lungenerkrankung, Parkinson, Herzinfarkt, Depressionen. Nach dem Verlust einer geliebten Tochter unternahm er den Suizidversuch – heute versprüht er trotz seiner körperlichen Probleme Optimismus, ist ein liebender Opa und sieht allen weiteren Entwicklungen mit einem tiefen Glauben an Gott entgegen.
Vor allem die etwas holzschnittartigen Reaktionen aus christlich-fundamentalistischen Kreisen haben mich veranlasst, nach der Veröffentlichung dieses Interviews einen ausführlicheren Text zum Thema „Höllen-Erfahrungen“ zu veröffentlichen, der sich auch mit der Frage befasst, ob Nahtoderlebnisse in der Regel religiöse Überlieferungen und Erwartungen bestätigen: »Höllen-Erfahrungen« in Todesnähe. –
Der Schweizer Psychologe Carl Gustav Jung (1875–1961) und seine Archetypenlehre werden manchmal als psychologischer Erklärungsansatz für Nahtoderfahrungen herangezogen. Zu Recht?
In einer neuen Folge unserer Interviewreihe „Sterbeforschung aktuell“ gibt der Sterbeforscher und Psychologe Joachim Nicolay Einblicke in das Leben C. G. Jungs, das auch Begebenheiten umfasst, die als „Nachtodkontakte“ bezeichnet werden könnten. Und er betont, wie wichtig es ist, auch Verstorbene als entwicklungsfähig und in diesem Sinn als „lebendig“ zu betrachten: „Die Lebendigkeit im Verstorbenen sehen“ –
In einer neuen Folge der Thanatos TV Reihe „Treffpunkt • Studio F“ erwartet Sie ein spannendes Gespräch zum Themenkreis Lebensrückschau und Lebensvorausschau – Phänomene, die auch aus Nahtoderfahrungen bekannt sind und einen „linearen Zeitfluss“ in Frage stellen.
Heinrich Wienold kann sich seit einem besonderen spirituellen Erlebnis, das der hyperrealen Lebensrückschau in einer Nahtoderfahrung gleicht, an seine Träume bewusst erinnern. Er hatte bereits mehrere „präkognitive Träume“, die ihm in der Zukunft liegende Ereignisse zeigten und auch Wahrnehmungen, die mit unbekannten Aspekten der Vergangenheit zu tun hatten.
Gastgeberin Jennifer Nejo führt seit einem tief gehenden spirituellen Erlebnis ein Traum-Tagebuch. Auch sie konnte bereits mehrere „Wahrträume“ und auch „geteilte Traumerlebnisse“ dokumentieren. Unter dem Titel „Präkognitive Träume und Lebens-Rückblicke“ tauschen die beiden ihre Erfahrungen aus und sprechen über mögliche Konsequenzen für die persönliche Lebensführung.
Mit dem abschließenden Hinweis auf eine ungewöhnliche Nahtoderfahrung, von der die griechische Künstlerin Nicole Meeuws auf unserem englischsprachigen Kanal berichtet, wünsche ich Ihnen eine angenehme Sommerzeit, verbunden mit herzlichem Dank für Ihre Unterstützung!
Werner Huemer

