Norbert Pailer: Der Himmel – physisch und metaphysisch

Dr. Norbert Pailer ist Astrophysiker, Autor – und ein gläubiger Mensch. In diesem Interview geht es um die Frage der Vereinbarkeit naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und religiöser Bekenntnisse.

Gibt es – etwa im Hinblick auf den Urknall – weltanschauliche „Schnittmengen“ zwischen der astronomischen Theorie und der biblischen Schilderung vom „Anfang aller Dinge“? Kann die Wissenschaft etwas zum Begriff des „Jenseits“ sagen, in dem der Mensch nach dem Tod weiterzuleben hofft?

Der Himmel ist ein spannendes Thema – egal ob es sich um den physischen oder um den metaphysischen handelt …

 

Inhaltsübersicht:
01:03 Wie kam es dazu, dass Sie sich für den Weltraum zu interessieren begonnen haben? 04:40 Gibt es einen Blick auf das große Ganze? Ist das Universum flach oder eine Kugel? 08:20 Haben Sie in der Bibel Aussagen über das Universum gefunden? 09:40 Wie gefährdet ist unser Planet durch Kometeneinschläge? 13:00 Beschützt Gott die Erde? 14:37 Auf Gott vertrauen oder das Menschenmögliche tun? 16:10 Wie sehen Sie das Verhältnis von Naturwissenschaft und Religion? 19:45 Wunder im Weltgeschehen – ist das eine Beschreibung Gottes? 24:05 Warum glauben immer weniger Wissenschaftler an Gott? 27:11 Besteht in dem Ansatz, den Gotteswillen und Naturgesetze gleichzusetzen, ein neuer Weg für den Glauben? 29:35 Schnittmengen zwischen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und traditionellen religiösen Vorstellungen: Urknall = „Es werde Licht“? 31:54 Sprechen naturwissenschaftliche Fakten für eine jenseitige Welt? 32:55 Gibt es ein zyklisches Werden und Vergehen des Universums? 35:08 Beschreiben alle Galaxien einen großen Kreislauf? 36:09 Wie gehen Glaube und Wissenschaft am besten zusammen?

 

Credits:
Kamera, Regie: Heike Sucky
Redaktion, Gestaltung: Werner Huemer

℗ Mediaservice Werner Huemer
© 2020 Thanatos TV

Ein Gedanke zu “Norbert Pailer: Der Himmel – physisch und metaphysisch

  1. Sehr spannend! Berichte Nahtoderfahrener legen ja häufig auch die Präsenz einer … nennen wir sie einmal „wohlwollenden Urkraft“ nahe, die als unendliche Liebe erfahren wird, aus der heraus alles erwächst und in ihr wiederum eingeht.
    Aus Gründen, die mir noch nicht vollumfänglich präsent und darstellbar sind, sondern eher einem residualen und latent lebenslang vorhandenem und seit Befassung mit diesen Themen gewachsenen tiefen Unbehagen entspringen, halte ich es u.U. aber auch für möglich, dass der nächste große Schock für die Menschheit in der Erkenntnis liegen könnte, dass diese gestaltende Urkraft nicht notwendigerweise anthropozentrischer Natur ist, also dass „wir“ eben keineswegs die häufig bezeichnete „Krone der Schöpfung“ sind (warum auch…?), sondern eben nur ein winzig kleiner Bestandteil ihrer. Das muss ja nicht notwendigerweise mit einer Abwertung unserer Spezies verbunden sein, könnte aber – analog zu den Widerständen bei der „Entdeckung“ des heliozentrischen Weltbildes – zu Abwehrreflexen führen, vor allem in Bereichen und gesellschaftlichen Institutionen, wo aus dem Selbstverständnis der Spezies und dem Erleben scheinbar (fast) grenzenloser Selbstwirksamkeit ein gesellschaftliches Odnungsprimat abgeleitet wird, also vulgo: „Macht“ ausgeübt und deren Legitimation auf eben diesen Anthropozentrismus abgestellt ist. (ich blicke hier natürlich vor allem in Richtung der gesellschaftlich etablierten Weltkonfessionen und Kirchen, die sich zudem auch noch als irdische Repräsentanz dieser Urkraft verstehen, was ja bei Nahtoderfahrenen dann beobachtbar häufig zur Abkehr von diesen doch sehr irdisch verhafteten Formen von „Spiritualität“ führt).

    Zugespitzt könnte man formulieren „Im Zweifelsfall schert sich Gott nicht“, jedenfalls nicht in der auf mich häufig geradezu unreif wirkendenden Form, die göttliches Wirken gern mit einer höher skalierten quasi–elterlichen Fürsorge gleichsetzt und eher einer Art spätkindlicher Sehnsucht zu entspringen scheint. (es sei denn, ich fehlinterpretierte wiederum derartige Erfahrungsberichte und stülpte ihnen unbeabsichtigt meine eigenen Vorstellung in projizierender Weise über…)

    So oder so erscheint es mir aber durchaus nicht als „ungesund“, wenn wir uns von diesem anthropozentrischen Selbstverständnis abwendeten und den offenbar fehlerhaft interpretierten Bibelsatz „So gehet hin und macht Euch die Erde untertan“ einmal ganz neu dächten… (oder so ähnlich 😉 )

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