Tom Campbell: „Wir leben in einer virtuellen Wirklichkeit. Bewusstsein ist unsterblich!”

Ein Interview mit dem US-amerikanischen Physiker und Bewusstseinsforscher Thomas Campbell. Der dritte Band seines Buches „My big TOE“ (Theory of Everything) erschien kürzlich auch in deutscher Sprache.

Guten Tag Mr. Campbell. Ich möchte Sie zunächst kurz unseren Zuschauern bekannt machen, damit sie eine Vorstellung von Ihnen und Ihrer Arbeit bekommen. Sie sind der Autor der Buchtrilogie „My big TOE“. „TOE“ steht für „Theory of Everything“. Es geht dabei tatsächlich um eine allumfassende Theorie, die, ich zitiere, „Philosophie und Wissenschaft, Physik und Metaphysik, Geist und Materie, Sinn und Bedeutung, das Normale und das Paranormale“ zusammenführen will, die aber auch die gemeinsame spirituelle Grundlage der großen Weltreligionen beleuchtet und in einen größeren Zusammenhang stellt. Bevor Sie dieses Buch geschrieben haben, waren Sie 30 Jahre lang als Physiker und Datenanalyst bei der NASA tätig. Während dessen haben Sie sich auch Bob Monroes Forschungsteam angeschlossen, das außerkörperliche Erfahrungen, Telepathie, Fernschau und andere paranormale Phänomene untersucht hat. Wenn Sie nun Ihre Theorie kurz zusammengefasst darstellen sollten, wie würden Sie sie beschreiben?

Es ist natürlich schwierig, eine Theorie von absolut allem in 25 Worten oder so zu beschreiben, aber mir ist wichtig, in erster Linie zu betonen, dass es sich hier um Wissenschaft und um logische Folgerungen handelt, und nicht um irgendwelche abstrusen Annahmen. Die Theorie geht von nur zwei Grundannahmen aus: Erstens, Bewusstsein existiert; und zweitens, Evolution existiert. Auf dieser Grundlage geht es mit logischen Schlussfolgerungen weiter. Wie entwickelt sich das Bewusstsein? Und wohin?

Wenn man die einfachste Form von Bewusstsein betrachtet und die weitere Entwicklung verfolgt, so wird schließlich klar, dass Bewusstsein ein Informationssystem ist. Bei Bewusstsein geht es um Information. Wahrnehmung ist das Sammeln von Informationen, wahrzunehmen heißt etwas wahrnehmen. Und dieses Etwas kann als Information bezeichnet werden. Bewusstsein ist also Information, und ich postuliere, dass Bewusstsein ein ganzheitliches System ist, das ich als „Larger Consciousness System“, Größeres Bewusstseinssystem bezeichne.

In meinem Modell baue ich auf logischen Schritten auf und komme zum Schluss, dass Bewusstsein die fundamentale Grundlage für alles ist, fundamentaler als die physische Realität. Das ist eine logische Schlussfolgerung aus meinen Experimenten im nicht-physischen Bereich. Dabei habe ich herausgefunden, dass ich Dinge im nicht-physischen Bereich tun kann, die zu Veränderungen im physischen Bereich führen. Umgekehrt geht das nicht. Ich kann nicht im physischen Raum etwas verändern, das zu wesentlichen Änderungen im Bewusstsein führt. 

Über das Größere Bewusstseinssystem können materielle Dinge verändert werden, aber in die andere Richtung hin funktioniert das nicht. Also sagt uns die Logik, dass Bewusstsein das Übergeordnete ist. Die kausale Verbindung wirkt vom Bewusstsein auf die materielle Realität. Bewusstsein kann also als die Gesamtmenge beschrieben werden, von der die physische Realität nur eine Teilmenge ist. Eigentlich handelt es sich um eine Simulation, die das Größere Bewusstseinssystems kreiert. Ich sage das jetzt auf die Gefahr hin, dass es die Zuschauer möglicherweise nicht sofort verstehen: Die physische Realität kann als virtuelle Wirklichkeit aufgefasst werden, als eine Trainings-Umgebung zur Entropie-Reduzierung, vergleichbar mit einem Flugsimulator für Piloten. Die physische Realität trainiert individuelle Bewusstseinseinheiten. 

An dieser Stelle sollte vielleicht der Begriff „Entropie“ erklärt werden – es handelt sich dabei um die Entwicklung von Ordnung zum Chaos, richtig?

Ja, Entropie ist die Maßeinheit von Unordnung. Hohe Entropie ist also ein hoher Grad von Unordnung. Ein Informationssystem, das nur aus zufälligen Teilen besteht, bedeutet ein Maximum an Entropie. Wenn man nun einige dieser Teile ordnet, erzeugt man damit Information. Es kann sich um Buchstaben handeln oder um eine Zahl oder um etwas anderes, das eine innere Bedeutung hat und eben Information erzeugt. 

Wir Menschen sind individuelle Bewusstseinseinheiten. Ich überspringe an dieser Stelle vier oder fünf Schritte, um das alles möglichst kurz zusammenzufassen. Es stellt sich jedenfalls heraus, dass sich Bewusstsein, dass sich das Bewusstseinssystem entwickelt. Dabei handelt es sich um ein reales System.Es ist nicht unendlich, nicht perfekt, es entwickelt sich in einem fortlaufenden Prozess. Aber es erfüllt dieselbe Funktion wie die Quelle.

Und der Weg, auf dem sich Bewusstsein entwickelt, ist die Verminderung der Entropie – indem Information entsteht. Es handelt sich, wie gesagt, um ein Informationssystem.

Individuelle Bewusstseinseinheiten wie wir formen soziale Systeme. Und soziale Systeme optimieren sich ebenfalls dadurch, dass sie den Grad der Entropie senken. Das tun sie durch Zusammenarbeit, durch Zuneigung, durch Geben, Empathie. Es gibt viele Begriffe, aber zusammenfassend würde ich einfach sagen, durch Liebe. 

Es stellt sich also heraus, dass wir als individuelle Bewusstseinseinheiten hier sozusagen in einer virtuellen Wirklichkeit leben, die ebenfalls vom Bewusstsein entwickelt wurde – nicht fertig vorprogrammiert, sondern entwickelt. Das ist einem Computer-Programm vergleichbar: Man definiert die Anfangsbedingungen und dann drückt man auf den Startknopf und lässt es zu, dass sich die Bedingungen den Regel-Einstellungen entsprechend verändern. Das ist typisch für eine Simulation. Sie entwickelt sich – und so entwickelt sich unsere physische Realität, das physische Universum. 

Die physische Welt ist da, um uns, den individuellen Bewusstseinseinheiten, Entscheidungsmöglichkeiten zu bieten, die auch wichtige moralische Beiklänge aufweisen. Unsere Entscheidungen haben Konsequenzen, sie haben echte Bedeutung. Es ist also nicht so, als befinde sich das Bewusstsein in irgend einem Chatroom, in dem man dahin plaudert, ohne dass das schwer wiegende Folgen hat. Hätten unsere Entscheidungen nur geringfügige Auswirkungen, würde das gleichzeitig auch wenig Entwicklung bedeuten.

Es ist also eine virtuelle Wirklichkeit nötig, die das Bewusstsein ernsthaft herausfordert – durch die Entscheidungen, die es selbst trifft. Es entwickelt sich durch seine Entscheidungen. Wenn die Entscheidungen in Richtung Liebe, Zusammenarbeit, Nächstenliebe gehen, wird der Grad der Unordnung gesenkt und es kommt zu einer positiven Evolution. Wenn die Entscheidungen selbstsüchtig und egoistisch sind und nur auf vorgefassten Meinungen beruhen, so dass sie zum Gegenteil von Liebe führen, also zur Angst, dann bedeutet das Rückentwicklung.

Das Bewusstsein hat also die Wahl. Die virtuelle Wirklichkeit bietet ihm wunderbare Wahlmöglichkeiten – wie in einem Multiplayer-Game, bei dem sich viele Spieler gegenseitig beeinflussen. Das ist mein Modell, kurz zusammengefasst. Wir leben sozusagen in einer virtuellen Realität, für die das Bewusstsein der Computer ist. Und durch diese Vorstellung, dass eben das Bewusstsein der Computer ist, unterscheidet sich dieses Konzept auch wesentlich von anderen Virtual-Reality-Theorien. Insofern ist es einzigartig.

Ich verstehe. Allgemein kann man natürlich beobachten, dass die Theorie, unsere Realität sei eigentlich eine Simulation, in den letzten Jahrzehnten sehr an Attraktivität gewonnen hat. Sie postulieren, im Unterschied zu anderen Theorien, dass Bewusstsein der Ursprung und die Grundlage für alles ist. Es ist die Ursache für jede Entwicklung. Sobald sozusagen der Startknopf gedrückt ist, findet Entwicklung statt. Bewusstsein entwickelt und kultiviert sich, wird sich möglicherweise auch mehr und mehr seiner selbst bewusst. Es geschieht das, was man gemeinhin unter Evolution versteht – wenigstens im Hinblick auf den Menschen. Wären Sie mit dieser Zusammenfassung einverstanden?

Soweit ja, sehr gut. Allerdings würde ich nicht sagen, dass die Entwicklung des Bewusstseins erst beginnt, nachdem der Startknopf gedrückt wird. Bewusstsein ist bereits vorhanden, wenn die Simulation startet, aber nur in seiner ursprünglichsten, grundlegendsten Form. 

Ich definiere Bewusstsein als Wahrnehmung mit Entscheidungsmöglichkeiten. Wahrnehmen und Entscheidungen treffen – um diese einfachen Dinge geht es. Bewusstsein nimmt wahr, das heißt, es nimmt Dinge wahr – und es nimmt auch sich selbst wahr. Ich denke, dass gerade dieser Descartes-Moment: „Ich denke, also bin ich“ sehr fundamental ist. Man ist sich seiner selbst bewusst, und dann kann man Entscheidungen treffen. 

Und Entscheidungen erfordern die Existenz von Zeit. Vor der Wahl – nach der Wahl. Wäre alles determiniert, gäbe es weder Wahlmöglichkeiten noch Zeit. Alles wäre schon vorher bestimmt. 

Wenn es Bewusstsein gibt, dann gibt es Entscheidungsmöglichkeiten, Zeit – und noch etwas: die Willensfreiheit. Denn ohne freien Willen könnten Wahlmöglichkeiten nicht genutzt werden. Das Wort „Wahl“ wäre in einer deterministischen Realität bedeutungslos. Es gäbe keine Wahl, weil ja alles bereits vorherbestimmt ist. Zur Wahrnehmung mit Wahlmöglichkeit gehören der freie Wille, Zeit und Bewusstsein. Diese drei Gegebenheiten spielen zusammen. Die genau gegenteilige Sichtweise, die logische Opposition, könnte man sagen, ist der Materialismus. Wenn man ein Materialist ist, muss man auch ein Determinist sein. Das gehört zusammen – genau so, wie Zeit, freier Wille und Bewusstsein zusammen gehören und einander bedingen. Mit dem Materialismus ist das genau das gleiche: Man kann kein Materialist sein ohne auch gleichzeitig ein Determinist zu sein. Das wäre unlogisch. Materialismus, das ist im Grunde immer noch Newtons Vorstellung vom Universum als Uhrwerk. Das Universum ist nur eine große Maschine. Die Maschine arbeitet gemäß den physikalischen Gesetzen – das ist aber auch schon alles. Da gibt es keine Entscheidungsmöglichkeit, die Maschine kann nicht sagen: „Ach, ich drehe mal an dieser Kurbel und ich bewege dieses Zahnrad.“ Kurbeln drehen sich und Zahnräder bewegen sich gemäß den physikalischen Gesetzen, also ergibt sich Determinismus logisch aus dem Materialismus.

Es ist aber doch interessant, dass die Ergebnisse quantenphysikalischer Experimente so schockierend und radikal abwichen von allem bis dahin Bekannten, so dass die Physik doch gezwungen war, eine neue Perspektive anzunehmen. Trotzdem gibt es noch immer Wissenschaftler, die am Determinismus festhalten. Ist die materialistische Sicht aus Ihrer Perspektive letztlich unvollständig – oder überhaupt grundlegend falsch?

Ich sage, dass sie falsch ist. Was die Quantenmechanik getan hat – begonnen mit dem Doppelspalt-Experiment, das meines Erachtens die Quantenmechanik begründete: Sie hat gezeigt, dass die Wirklichkeit keine materialistische Grundlage hat. Information hat eine große Auswirkung auf das Ergebnis des Experiments. Wenn Sie nicht wissen, durch welchen Spalt das Teilchen tritt, erhalten Sie ein Interferenzmuster. Wenn Sie wissen, welchen Spalt das Teilchen passiert, erhalten Sie ein Teilchenmuster. Das Wissen, also die Information, ist demnach entscheidend. Sie verändert das Ergebnis. Die einzige Möglichkeit, ein mathematisches Modell der Quantenphysik zu erstellen, ist über die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Sie müssen davon ausgehen, dass Teilchen nicht existieren, Masse nicht wirklich existiert, sondern alles nur Wahrscheinlichkeit ist. Im Jargon der Quantenphysik: Wenn gemessen wird, wenn also Information gesammelt wird, kollabiert die Wellenform zu einem Teilchen. In diesem Augenblick erst entsteht ein kleines Masse-Teilchen. Aber grundsätzlich ist das Teilchen zunächst nur Wahrscheinlichkeit. Quantenphysik gibt es seit dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. Sie ist nun etwa 100 Jahre alt, und sie hat in der Welt der Physik wie eine Bombe eingeschlagen. Denn was sie aussagt ist, dass der Materialismus fundamental falsch ist. Das Problem war, dass die Physiker keine andere Erklärung für die Ergebnisse der Experimente fanden. Sie konnten keinen Grund dafür nennen, weshalb Teilchen sich in  Wahrscheinlichkeitsverteilungen zeigen sollten. Sie konnten keine Theorie formulieren, die das erklären würde. Nachdem sie es vielleicht 20 oder 30 Jahre lang versucht hatten, aber scheiterten, nahmen sie einen anderen Standpunkt ein. Sie sagten: Gut, es ist einfach nicht vorgesehen, dass wir das wissen können. Das ist eines der Geheimnisse der Natur, die wir nie aufklären werden. Wir können es nicht wissen. Die Quantenmechanik ist einfach eine abstruse Wissenschaft. Also nicht so wie andere Wissenschaften, die grundsätzlich logisch sind. Die Quantenmechanik ist es nicht, denn darin gibt es Aspekte, die wir nie verstehen können. Diese Position befreite die Physiker davon, etwas erklären zu müssen. Sie hatten ja bereits entschieden, dass es ohnehin unmöglich ist. Anstatt Lösungen zu suchen, beschlossen sie also, dass es sich um einen abstrusen Bereich der Physik handelt und dass das auch künftig so sein wird. Damit kehrten sie zurück zum Materialismus und betrachteten die seltsame, abstruse Quantenphysik weiterhin als Ausreißer, als einen Sonderbereich, der einfach anders ist.

Die meisten Wissenschaftler heutzutage, vor allem die älteren, sind immer noch in der Newton’schen Ansicht gefangen, dass die Realität wie der Mechanismus eines Uhrwerks funktioniert: Das Universum folgt ausschließlich materialistischen Prinzipien.

Es ist eigenartig, dass Physiker daran festhalten, denn es gibt in der Physik nur einige wenige wirklich grundlegende Gegebenheiten. Meist geht es darum, wie diese Gegebenheiten einander beeinflussen, wie sie sich verändern. Und welchen Einfluss die Veränderungen haben.

Die grundlegenden Gegebenheiten sind Zeit, Masse, Ladung, Drehimpuls, Raum, vielleicht vergesse ich gerade ein paar, aber diese fallen mir ein …

Schwerkraft …

Ja, Schwerkraft, klar! Das sind also die grundlegenden Gegebenheiten. Alles andere steht damit im Zusammenhang. Aber wenn Sie einen Physiker fragen, woher auch nur eine dieser Gegebenheiten kommt – was verursacht Zeit, was Masse, Raum oder Ladung? Woher kommt das? –, dann wird er antworten: Ich weiß es ich nicht. Das gibt es einfach.

Aber es fehlt doch logischerweise etwas, wenn man sagt: „Es ist, weil es ist. Wir sehen es, und deshalb ist es da.“ Die grundlegenden Gegebenheiten unserer Welt sind also irgendwie mystisch. Denn sie haben keine physikalische Ursache. Sie sind einfach.

Nun, Gegebenheiten, die keine Ursache haben – das ist etwas, das wir „paranormal“ nennen. Was keine physikalische Ursache hat, gilt nicht als normal, sondern als paranormal. Tief im Zentrum der Physik erscheinen also alle grundlegenden Gegebenheiten als paranormal. Sie sind mystisch, kommen einfach aus dem Nichts. Das zeigt uns, dass die materialistische Theorie Probleme hat. Wenn die Quantenmechanik als „abstrus“ gilt, dann zeigt die Wissenschaft damit, dass ihr etwas fehlt. Dass sie offensichtlich falsch liegt, denn Quantenphysik ist eine logische Wissenschaft. Doch gibt es in der Quantenphysik eine ganze Menge an Paradoxa, das Doppelspalt-Experiment ist nur eines davon …

Auch Schrödingers Katze zum Beispiel …

Ja, selbstverständlich, oder der Tunneleffekt …

Die Superposition …

Genau, all das, es gibt viel Paradoxa in der Quantenphysik. Und wir wissen, dass die Mathematik all das korrekt beschreibt, aber wir wissen nicht, warum es so ist. 

Mein Ausgangspunkt ergab sich aus zwei verschiedenen beruflichen Laufbahnen. Kurz nachdem ich mit meinem ersten Job an einer Hochschule begonnen hatte, traf ich Bob Monroe und habe auch damit begonnen, die Frage des Bewusstseins zu untersuchen. Sowohl meine Karriere als Physiker als auch die als Bewusstseinsforscher haben zur selben Zeit ihren Anfang genommen. Als Physiker hatte ich einen Fulltime-Job, aber die Bewusstseinsforschung war zusätzlich so gut wie ein halber Vollzeitjob. Es waren 15 bis 20 Stunden pro Woche, die ich mit Bob Monroe im Labor verbracht habe. 

Schließlich hatte ich viele Fakten gesammelt und auch eigene Erfahrungen zum Thema Bewusstsein, außerkörperliche Erfahrungen, Fernschau, alle diese Dinge, die Phänomene des Bewusstseins sind. Und diese Tatsachen führten mich, wie ich vorhin schon sagte, zum Schluss, dass Bewusstsein die Grundlage für alles ist, nicht die physische Wirklichkeit. Eben auf Grund der Richtung, in der die Kausalität fließt.

Ich hatte also diese Fakten – und gleichzeitig hatte ich jede Menge physikalische Tatsachen, weil ich ja Physiker war. Was ich suchte, war ein alles übergreifendes Verständnis, einfach, elegant, ohne ungewöhnliche Annahmen, etwas, das alle Tatsachen erklärt, meine Erkenntnisse aus der Bewusstseinsforschung genauso, wie die Fakten aus der physikalischen Welt. 

Ich habe 35 Jahre lang Bewusstseinsforschung betrieben und Gegebenheiten aus diesem Bereich beschrieben. Und diese sind deutlich schwerer festzumachen als physikalische Fakten. Man muss härter daran arbeiten, Experimente immer und immer wieder wiederholen, Variable isolieren und so weiter. Das hat lange gebraucht, denn auch die Ergebnisse zum Thema Bewusstsein sollten wiederholbar sein. Man muss ja wissen, warum etwas passiert, wie sich die Daten durch neue Parameter verändern, und so weiter.

Nach 35 Jahren dachte ich dann, das Bewusstsein ausreichend gut zu verstehen, sodass ich darüber eine neue Theorie veröffentlichen konnte, die sowohl Bewusstsein erklärt als auch die Physik herleitet.

Und das tut meine Theorie, sie leitet von Grund auf die Quantenmechanik her, und sie gibt die richtigen Antworten. Und nicht nur das, sie löst auch alle Paradoxa auf. Es erscheint damit logisch. warum sie so sind, wie sie sind und nicht anders. 

Ich begann dann nach anderen Paradoxa zu suchen, im Bereich der Psychologie, der Neurowissenschaften und der Biologie. Und ich habe herausgefunden, dass sich all diese Paradoxa lösen lassen, wenn man davon ausgeht, dass unsere Wirklichkeit eine virtuelle Realität ist und das Bewusstsein die Quelle. 

Das Bewusstsein ist ein Teil des Bewusstseinssystems, das ein Informationssystem ist. Es stellt die virtuelle Realität bereit. Andere Teile des Bewusstseins sind Sie und ich, also individuelle Bewusstseinseinheiten. Das Bewusstsein spielt als Quelle alle Rollen. 

Dann habe ich die logischen Abläufe für alle Gegebenheiten entwickelt, denen ich im Laufe meiner Bewusstseinsstudien begegnet bin – außerkörperliche Erfahrungen, Remote-viewing, all das. Darauf fußt mein Modell. Es versucht, all dem gerecht zu werden. Es erklärt die Daten, die wir haben, und es erklärt auch neue Inhalte. Es bezieht sich sogar auf Fragen, über die wir derzeit noch nichts wissen, zum Beispiel: Woher kommen Raum und Zeit? Diese Theorie bietet eine Begründung dafür. Zeit und Raum tauchen ja nicht magisch aus dem Nichts auf, und sind nicht einfach da, weil sie da sind.

Wegen der Paradoxa und der offenen Fragen haben sich ja bereits viele Physiker an Erklärungsmodellen versucht, um sie in einem größeren Rahmen zu behandeln. Einfach nur zu sagen, die Dinge sind so, weil sie so sind, ist ja kein sehr wissenschaftlicher Ansatz. Eines der interessantesten Konzepte, die ich dabei gefunden habe, ist die Idee der Impliziten Ordnung von Pribram und Bohm, die Ihnen vermutlich bekannt ist. Zu der Zeit, als Einsteins Relativitätstheorie allgemein bekannt wurde, postulierte der Quantenphysiker David Bohm – der auch für einige Zeit in Einsteins Forschungsteam war, aber in manchen Bereichen unterschiedliche Ansichten hatte – die Experimente würden zeigen, dass hier eine übergeordnete Information mit eine Rolle spielt. Er nannte das implizite Ordnung. Die implizite Ordnung scheint all diese Prozesse zu in-formieren, die wir beobachten, messen und studieren. Was sagen Sie zu dieser Ansicht?

Das stimmt. Bohm behauptet, da sei ein „Ding hinter dem Vorhang“, metaphorisch gesagt. Etwas, das wichtig und fundamental ist, fundamentaler als das, was wir vor dem Vorhang sehen. Ich würde dieser Annahme zustimmen. Genau das sagt ja auch meine Theorie über das Größere Bewusstseinssystem. Bewusstsein an sich ist das „Ding hinter dem Vorhang“.

Nehmen wir einmal den Urknall her: Es gibt keinen logischen Grund dafür, warum da ursprünglich ein Plasmaball sozusagen rumsitzt, bis er bei hoher Temperatur und hohem Druck plötzlich „Bang!“ in einen Evolutionsprozess übergeht, gemäß den Gesetzen, wie sie die Wissenschaft kennt. Schwerkraft, Explosionen … Druck, der ausdehnt, Schwerkraft, die anzieht, Abkühlung während der Expansion, die Formung von Materie. Die Gesetze für diese Prozesse sind bekannt. Der Plasmaball umfasst alle Ausgangsbedingungen. 

Wenn ich also sage, dass das Bewusstsein die physische, virtuelle Realität erzeugt hat, dann beginnt das mit der Ausgangsbedingung – dem Plasmaball –, und einem Regelwerk, das die virtuelle Realität steuert. Dann wird der Startknopf gedrückt – und … großer digitaler Knall! Die Simulation beginnt zu laufen, und die Ausgangsbedingungen verändern sich dynamisch, dem Regelwerk entsprechend.

Wir haben da eine Reihe von Konstanten. Wären diese Konstanten verändert worden, wenn auch nur an der zehnten, zwölften oder fünfzehnten Stelle hinter dem Komma, wäre das soeben entstehende Universum wieder kollabiert. Es würde gar nicht existieren. Es gäbe kein stabiles, lebensfähiges Universum. Es existiert nur, weil alle Gegebenheiten einfach perfekt ausbalanciert sind. Alles ist in perfektem Gleichgewicht, sodass Entwicklung und Leben möglich sind.

Die Physiker sprechen vom „anthropischen Prinzip“, weil es so aussieht, als wäre alles ganz genau für uns so geplant. Das erscheint als großes Geheimnis, als eines dieser Paradoxa. 

Nun, die Lösung ist einfach: Wenn das Größere Bewusstseinssystem eine virtuelle Realität erzeugt, damit das Bewusstsein mehr bedeutsame Erfahrungen machen kann, dann braucht es dazu die Ausgangsbedingungen und ein Regelwerk. Damit kann sich dann die virtuelle Realität entwickeln. Sie entwickelt sich. Sie ist nicht fertig programmiert.

Es gibt sich selbst entwickelnde virtuelle Realitäten auch auf Computern an einigen der besseren Abteilungen für Computerwissenschaft an Universitäten. Diese Simulationen funktionieren ähnlich. Sie sind klarerweise nicht so differenziert wie die, in der wir leben, aber die Idee, das Konzept funktioniert gut. 

Die virtuelle Realität begann sich also nach dem Prinzip „Versuch-und-Irrtum“ zu entwickeln. Die Tatsache, dass wir das „anthropische Prinzip“ haben, dieses Zusammenspiel von Konstanten, die genau so definiert sind, dass das Universum stabil ist, erscheint logisch, wenn dahinter Bewusstsein steht. Denn genau so bildet man eine virtuelle Realität, die sich selbst entwickeln soll und eben nicht fertig programmiert ist. Eine solche Realität komplett zu programmieren, wäre etwas Ungeheuerliches, zu aufwendig, zu starr und festgeschrieben. Man müsste ständig neue Programm-Lösungen entwickeln, und das Ergebnis wäre nicht konsistent. Wenn sich das System aber selbst entwickelt, auf der Grundlage eines Regelwerks, dann ist es vollkommen konsistent. Alles arbeitet perfekt zusammen, weil sich alles gemeinsam entwickelt.

Sie haben das stabile Universum erwähnt. Ich habe mich gefragt: Warum ist nicht einfach Nichts geblieben? Wäre das Nichts nicht eigentlich das stabilste System von allen?

Es ist stabil, aber es passiert nichts, es bewegt sich nicht, es hat keine Bedeutung …

… keine Evolution …

Es ist leer, wertlos, eine Nullmenge, und das für immer. Es erfüllt keinen Zweck. Als Konzept kann man mit dem „Nichts“ arbeiten, aber es führt zu nichts. 

Tatsächlich lässt sich über das Konzept, alles sei festgelegt, ähnlich argumentieren. Determinismus ist nicht weit von der Nullmenge entfernt. Hier geht es zwar nicht um das Nichts, aber er führt auch zu nichts, denn alles ist bereits getan. Es gibt keine Änderungen, kein Bewusstsein, keine Wahlmöglichkeit, kein Lernen, keine Entwicklung, weil all das die Möglichkeit von Änderungen, von Wandel erfordert. Die Dinge existieren einfach – und damit hat es sich. Es gibt keine Befähigungen, die für irgend jemanden nützlich sein könnten – eben ähnlich wie bei der Nullmenge. Theoretisch ist eine Nullmenge das Allereinfachste. Und auch Determinismus mag einfach sein, aber dieses Konzept kennt keine Werte.

Interessanterweise gehört ein namhafter Mitgewinner des Nobelpreises für Physik, Roger Penrose, dem Kreis jener Wissenschaftler an, die glauben, dass es nicht nur einen Urknall gegeben haben könnte, sondern eine unendliche Anzahl von Urknallereignissen, die diesem vorangegangen sind und die sich in weiterer Folge noch ereignen werden. Man spricht dann von einem zyklischen Universum oder einer zyklischen Evolution von Universen. Was denken Sie darüber? Wie kommentieren Sie die Idee zyklischer Universen, in denen Evolution immer weiter geht?

Ich denke, diese Vorstellung entspricht dem, auf das Physiker kommen, wenn sie tiefer und tiefer in die Natur der Realität eindringen und an einen Punkt gelangen, an dem ihnen klar wird, dass sie nicht die komplette Antwort haben. Sie wissen, dass da noch etwas Anderes sein muss … die implizite Ordnung oder verborgene Variable – auch das war ein ähnliches Konzept. 

Es muss also noch etwas Anderes vor sich gehen, um alles zu erklären. Denn der materialistische Blickwinkel bietet uns eben keine Erklärung dafür, woher der tote Plasmaball kommen könnte, weil doch da vorher kein Universum war. Er kann nicht aus unserem Universum stammen, also woher dann? Der Weltraum expandiert – aber wohin? Wie entsteht neuer Raum? Es gibt so viele Paradoxa, für die Physiker keine Erklärungen haben. 

Sie stehen mit dem Rücken zur Wand, wissen es einfach nicht, wedeln mit den Händen in der Luft und sagen: „Also, ich denke, es handelt sich um eine zyklisches Angelegenheit. Es kommt, und es geht.“ 

Wenn man sie aber in die Mangel nimmt und fragt, wie das genau funktioniert, was der Mechanismus dahinter sein soll, dann wissen sie es nicht. Es ist bloß eine Idee. 

Das ist meines Erachtens Physik mit dem Rücken zur Wand. Und eine solche Physik kann keine abschließende Erklärung liefern, weil der Glaube an den Materialismus sie in in einem geschlossenen Raum gefangen hält, in dem es einfach keine Antwort gibt. 

Materialistisch orientierte Physiker haben sich innerhalb des Raums aller möglichen Antworten in einen kleinen Bereich zurückgezogen, in dem sie schlicht und einfach keine Antworten finden können. Deshalb stecken sie fest – und erfinden die unterschiedlichsten Dinge wie eben die zuvor genannten.

Eine ähnliche Mit-dem-Rücken-zur-Wand-Situation findet man in einem anderen Bereich. Und zwar, wenn es um die Aufgabe geht, Nichtlokalitäts-Ereignisse zu erklären, Wahrscheinlichkeits-Ereignisse.

Sie wissen ja, Teilchen existieren zunächst noch nicht, sie zeigen sich lediglich als eine Wahrscheinlichkeit. Und dann erscheinen sie dort, wo eine Messung vorgenommen wird. Aus den vielen Möglichkeiten nimmt die Messung eine heraus, und diese manifestiert sich als Teilchen, als physisches Objekt. Das ist, was die Physiker beobachten.

Wenn sie diesen Vorgang aber erklären wollen, ohne den Materialismus aufzugeben, hören wir auf einmal die Idee, dass es viele Welten geben könnte. Oh! Jedes Mal, wenn sich etwas ändert, entsteht ein ganz neues Universum! 

Sobald also ein Elektron seinen Spin von „Spin-up“ zu „Spin-down“ ändert, muss notwendigerweise ein ganzes neues Universum entstehen. Ich kratze meinen Kopf mit dieser Hand anstatt mit der anderen, oh, und schon wieder muss ein neues Universum entstehen!

Siebeneinhalb Milliarden Menschen tun unzählige unterschiedliche Dinge, nicht nur, dass sie sich am Kopf kratzen, und jedes kleinste Ereignis soll ein vollständiges neues Universum erschaffen! 

Außerdem: Was immer sich in jedem dieser neuen Universen ändert …

… ja, erschafft wieder ein neues Universum …

… jede einzelne Aktion führt wieder zu Veränderungen und neuen Universen. Siebeneinhalb Milliarden Menschen in jedem der Universen und jedes Mal, wenn jemand ausspuckt – oder eben nicht – folgt daraus ein ganzes Universum. Das ist ein Problem. Und klar, das alles klingt lächerlich – jedes Universum spaltet sich durch alle Interaktionen immer wieder weiter auf, wird seinerseits wieder zu einer Quelle, wie der originale Ausgangspunkt …

Sie sprechen von der Viele-Welten-Interpretation in der Quantenmechanik …

Ja, von diesen vielen Welten … Solche Ideen kommen auf, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, und die Physiker wissen eben nicht, wie sie die Phänomene erklären sollen, ohne den Materialismus aufzugeben. Deshalb sagen sie: Wenn es viele Welten gäbe, dann könnten die Teilchen einfach von einem Universum zum anderen springen, alles bleibt materialistisch. In dem einen ist das Teilchen hier, in dem anderen ist es dort, und vielleicht ist das Teilchen eigentlich überall und wir springen herum von einem zum anderen …

Das ist irrational – und es ist … auch nicht praktisch. Was ich ihnen zugestehen kann ist, dass es möglich ist. Es ist theoretisch möglich. Solche Theorien erfüllen den Zweck, die Quantenphysik materialistisch zu erklären, aber eben zu dem Preis, dass es albern wird.

Wir sollten vielleicht noch etwas zum Begriff der Superposition erklären, von dem die Quantenmechanik spricht. Sie haben es eine Wahrscheinlichkeitsverteilung genannt. Die Dinge befinden sich in verschiedenen Zuständen zur gleichen Zeit, und dann erzeugt die Messung ein bestimmtes Ergebnis. Aus den multiplen Möglichkeiten ergibt sich erst auf Grund der Tatsache, dass eine Messung vorgenommen wird, ein bestimmter Zustand. Das nur zur Erklärung für unsere Zuschauer …

Ja, das ist ein Grundsatz der Quantenmechanik. Die Quantenmechanik hat sich zu einer fundierten Wissenschaft entwickelt. Ihre Mathematik ist sehr exakt. Das zeichnet an sich gute Wissenschaft aus! Aber in diesem Fall läuft es auf das Credo heraus: Denk nicht weiter nach, kümmere dich ausschließlich um die Mathematik. „Halt den Mund und rechne!“ sozusagen. Quantenmechanik ist eine Wissenschaft, die nur auf Berechnungen beruht. 

Die Quantenphysiker wissen, wie sie rechnen müssen, wenn sie davon ausgehen, dass es zunächst nur Wahrscheinlichkeiten gibt. Die Teilchen sind überall, aber nirgendwo, sie zeigen sich lediglich als Möglichkeiten. Wenn man mit dieser Grundannahme beginnt, hat man mathematisch eine Wellenfunktion, die eine Wahrscheinlichkeitsfunktion ist. Das ist aber keine reale Welle, die sich durch ein Medium bewegt, sondern es geht nur um eine mathematische Wahrscheinlichkeit. Das ist eine Grundlage der Quantenphysik. 

In der Quantenphysik gibt es sonderbare Dinge, die der materialistischen Logik entgegenstehen. Wie etwa beim Doppelspaltexperiment, bei dem zum Beispiel Photonen durch einen Doppelspalt auf einen Bildschirm geschickt werden. Infolge der Messung zeigen sich dann Teilchen, wo sonst ein Interferenzmuster zu sehen ist.

Oder wenn bei einem Doppelspaltexperiment ein sogenannter Quantenradierer nachträglich zum Einsatz kommt: 

Man beginnt das Experiment, das Teilchen passiert den einen oder den anderen Spalt, und man misst, durch welchen Spalt es hindurch geht. Da die Messung erfolgte, sollte man also auf dem Bildschirm hinter dem Spalt einen Haufen Teilchen vorfinden. 

Sobald das Teilchen auf den Bildschirm trifft, ist das Experiment vorbei. Aber die Information, durch welchen Spalt es sich bewegt hat, ist noch vorhanden. Wenn man aber die Information ausradiert, sie löscht, so dass man sagen kann: „Ich habe jetzt keine Information mehr. Ich hätte wissen können, welchen Spalt das Teilchen passiert hat, aber ich habe diese Information gelöscht, bevor ich sie wahrgenommen habe!“ – was zeigt der Bildschirm statt der Teilchen?

Ein Interferenzmuster!

Ja, man erhält auf dem Bildschirm ein Interferenzmuster!

Sie haben ja auch selbst ein Doppelspaltexperiment vorgestellt – aufgrund einer Schwäche des ursprünglichen Versuchsaufbaus, richtig? …

Ja. Bei diesem speziellen Experiment mit dem nachträglichen Einsatz des Quantenradierers löscht man eben die Information darüber, welchen Spalt das Teilchen passiert hat, nachdem es seinen Weg bereits genommen und auf den Bildschirm hinter dem Spalt aufgetroffen ist. Nachdem es auf dem Schirm also eine Position gefunden hat, die eigentlich nicht mehr verändert werden kann. Aber abhängig davon, was man nach dem Experiment tut, verändert sich das Experiment selbst.

Diese Experimente mit dem nachträglichen Quantenradierer hinterlassen ein großes Loch in den materialistischen Erklärungen. Sie funktionieren einfach nicht. 

Aber eben auf Grund dieser sogenannten Nichtlokalität – das heißt, die Dinge sind nicht lokalisiert, sie können irgendwo sein – entstand die „Viele-Welten-Theorie“, die es ermöglicht, von einer Welt in die andere zu springen. Das soll die Magie erklären, weshalb die Dinge auftauchen und wieder verschwinden können … mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Das ist aber keine wirklich weiterführende Idee. Es kostet einfach zu viel, denn bald hat man Trillionen von Trillionen von Trillionen von Trillionen von Trillionen Universen, und das in jeder Mikrosekunde, wobei sich das weiter und weiter multipliziert …

… was eigentlich ein sinnloser Vorgang wäre. Es käme zu keiner Entwicklung, wenn man nur eine Unzahl von Wirkungen erzeugt. Da könnte man gleich sagen: Lasst uns das gar nicht durchspielen, lasst uns gar nicht erst damit beginnen …

Das ist der Punkt. Die Idee stützt lediglich den Materialismus, weil es den Determinismus stützt. Alles ist bereits getan, alle denkbaren Möglichkeiten vollziehen sich in den vielen Welten. Denn diese Welten decken alle Möglichkeiten ab. Alles ist vorherbestimmt. Es gibt keine Veränderungen. Änderungen sind Illusionen, die daraus resultieren, dass wir durch die Stücke anderer Wirklichkeiten springen. Daraus würde die Illusion von Zeit, von Wahlmöglichkeiten und auch die Illusion von Bewusstsein resultieren.

Aber das ist ein Zirkelschluss. Um durch die verschiedenen Wirklichkeiten zu springen, muss man … springen. Aber das geht nicht ohne den Faktor Zeit. Jetzt bin ich hier, und später bin ich dort. Man braucht also Zeit, um zu springen, um die Zeit zu definieren. Das ist keine gute Logik. Das funktioniert nicht gut. In den Erklärungen, die auf Determinismus und Materialismus aufbauen, gibt es eben viele Löcher. 

In den frühen 1920er Jahren waren Niels Bohr, Werner Heisenberg, Max Planck, Erwin Schrödinger, alle in der Mannschaft also, überaus aufgebracht durch die Vermutung, den Materialismus in die Luft gejagt und eine ganz neue Welt entdeckt haben. Die Physiker hatten einen absoluten Durchbruch, was die Beschaffenheit der Wirklichkeit anlangt – alles war ganz anders als bisher gedacht. Wow!

20 Jahre später war das „Wow“ nicht mehr so groß. Alle hatten Kopfschmerzen davon, gegen Türen zu rennen, um Erklärungen für die entdeckten Phänomene zu finden. Klar, alle diese Leute waren hoch intelligent, aber sie kannten eben nicht das Konzept einer virtuellen Realität, damals in den 1920er Jahren. Es gab noch keinen Computer, der so etwas leisten konnte, es gab damals ja überhaupt noch keine Computer. Sie hatten vielleicht so etwas wie Rechenmaschinen, aber allgemein anwendbare, digitale Computer waren zu dieser Zeit noch nicht einmal eine verrückte Idee. 

Solange man aber nicht versteht, dass es um eine virtuelle Realität geht, kann man auch die Logik nicht erkennen, die erklärt, warum alles so ist wie es ist. 

Diese Männer wussten, dass da etwas Großes vor sich ging, aber sie hatten kein Konzept, um es zu verstehen. Heute haben wir es, aber gleichzeitig haben sich alle daran gewöhnt, die Antworten im Materialismus und im Determinismus zu suchen. Also soll eine „Viele-Welten-Theorie“ die Erklärungsprobleme lösen, auch wenn das im Hinblick auf die praktische Anwendung lächerlich erscheint. Die Quantenmechanik ist und bleibt eben eine „sonderbare Wissenschaft“. Wir stecken in unserer Vorstellung fest und akzeptieren auch etwas, das nicht sonderlich logisch ist, nur um unseren Glauben an den Materialismus aufrecht zu erhalten. 

Um es für unser Publikum zu verdeutlichen: Sie beziehen sich auf die ursprünglichen Doppelspaltexperimente, in denen extrem schwaches Licht durch die Spalten gesendet wurde, Photonen, sozusagen einzelne Lichtpünktchen. Möchten Sie das noch näher erklären?

Nun, wenn man für das Experiment einen Lichtstrahl verwendet, dann fällt das in den Bereich der Optik. Wenn man es aber mit einzelnen Photonen durchführt, dann ist das Quantenphysik. Das ist der Unterschied. 

Wissenschaftler haben lange Zeit Lichtstrahlen durch den Doppelspalt geschickt, und sie haben bei diesen Experimenten Beugungsmuster entdeckt und alles, was Licht eben verursacht. 

Dann wollten sie das Experiment mit einem einzelnen Lichtteilchen durchführen, hatten aber noch keinen gangbaren Weg dafür. Es musste ein einzelnes Teilchen sein, und es musste kohärent sein. Also versuchte man es mit einer weit entfernten, gedämpften Lichtquelle.

Licht breitet sich um eine Lichtquelle in Form einer Kugel aus, wie ein Ball. Es breitet sich als Lichtball aus, und wenn der Ball immer größer wird, wird die Anzahl der Photonen an seiner Oberfläche dementsprechend geringer. Die Dichte von Photonen, ausgebreitet über eine immer größer werdende Fläche, nimmt ab. Man muss die Lichtquelle also so weit entfernt aufstellen, dass die Wahrscheinlichkeit besteht, dass tatsächlich nur ein einzelnes Photon den Versuchsapparat passiert. Die Photonen treten dann nicht mehr gebündelt auf, eines hier, eines da, sondern sie sind verteilt und weit voneinander entfernt.

Das war der bei diesem Experiment der Ansatzpunkt. Schwaches Licht, das heißt, eine matte Lichtquelle, die man weit entfernt aufstellt. Man berechnet die Photonendichte und kennt damit die Wahrscheinlichkeit, ein einzelnes Photon zu erhalten. Man weiß dann beispielsweise, dass alle Zehntelsekunden eines ankommt. Und dann unternimmt man das Experiment, bis der Versuchsaufbau genügend Daten liefert. Und auf dem Bildschirm hinter dem Doppelspalt bewirken dann auch einzelne Photonen ein Interferenzmuster.

Das grundsätzliche Ziel des Doppelspaltexperiments war ja, die Beschaffenheit des Lichtes zu untersuchen. Ist es eine Welle oder ein Teilchen? Um das zu untersuchen, schickte man einzelne Photonen durch zwei nahe beieinander liegende Spalten. Ein dahinter liegender Bildschirm erfasst, was passiert, welches Muster sich durch das Licht zeigt. Ist das richtig? Die Ergebnisse waren aber verwirrend, weil man einerseits ein Interferenzmuster erhielt, das auf den Wellen-Charakter des Lichtes hinwies, andererseits aber auch Muster, wie sie typisch sind, wenn Lichtteilchen wirken. Das war gut geplant, man hatte aber nicht die großartige Technologie, über die wir verfügen. Wir können heute dieses Experiment wiederholen und bessere, präzisere Ergebnisse erhalten. Soweit korrekt?

Ja, das Experiment sollte eines dieser Paradoxa erklären – Licht erscheint sowohl Welle als auch als Teilchen. Ich gehe ein Stück zurück: Einstein studierte den photoelektrischen Effekt. Bei seinen diesbezüglichen Arbeiten wurde ihm klar, dass Licht sozusagen in kleinen Klumpen daherkam, in einzelnen Momenta. Er folgerte daraus: Licht besteht aus Teilchen.

Die Physiker-Gemeinde sah sich das an und meinte: Ja, tatsächlich, es sieht so aus, als bestünde Licht aus Teilchen. Aber wenn wir ein Lichtbündel durch einen Doppelspalt schicken, erhalten wir auf dem Schirm dahinter ein Beugungsmuster. Demnach muss Licht eine Welle sein. Was also, wenn wir nur ein Photon nach dem anderen durch den Spalt schicken? Dann sollte dieses Lichtteilchen einfach durch den Spalt gehen und auf dem Bildschirm treffen. Denn so verhalten sich Teilchen. Sofern keine Kraft von außen auf sie einwirkt, bewegen sie sich in einer geraden Linie. Das ist Newtons 2. Gesetz.

Damit entdeckte man das Problem. Die einzelnen Photonen bewegen sich in geraden Linien – es wirkt bei dem Doppelspaltexperiment ja keine andere Kraft von außen auf sie ein. Aber trotzdem arrangieren sich auf dem Bildschirm in einem Interferenzmuster, als ob sie mit sich selbst interferieren würden. Einzelne, nacheinander auftreffende Photonen haben aber nichts, mit dem sie interferieren können. Sie können auch nicht mit sich selbst interferieren.

Das also war das große Problem. Das Licht ist Welle, das Licht ist Teilchen: Eine dieser Annahmen musste falsch sein. Der photoelektrische Effekt wies auf den Teilchencharakter hin, und das ursprüngliche Doppelspaltexperiment, das Thomas Young erstmals durchgeführt hatte, wies auf die Wellennatur des Lichts hin.

Beide Theorien waren durch Experimente gut fundiert, kamen aber zu widersprüchlichen Ergebnissen. Um diesen Konflikt zu lösen und die Frage nach der Natur des Lichtes zu beantworten, experimentierte man mit einzelnen Photonen, die man nacheinander durch den Doppelspalt schickte. Und obwohl es eben einzelne Teilchen waren, zeigte sich auf dem Bildschirm mit der Zeit das für Wellen typische Interferenzmuster.

Wie können einzelne Teilchen nacheinander ein Loch passieren und sich dann auf einem Bildschirm nach einem Interferenzmuster verteilen? 

Das war das große Mysterium der Quantenmechanik. Denn gemäß Newtons physikalischen Gesetzen und dem Materialismus ist das einfach unmöglich. Es passt nicht zu den klassischen Vorstellungen von Masse und Teilchen. Es verletzt den gewohnten Blick auf die Realität, in der die Masse fundamental ist.

Aber Masse ist nicht fundamental. Das hat sich damit gezeigt – und das ist der springende Punkt. Deshalb waren die Quantenphysiker damals so aufgeregt. Im Doppelspaltexperiment zeigte sich etwas völlig Neues.Seit dieser Zeit wurden viele verschiedene Doppelspaltexperimente durchgeführt. Eines der bahnbrechendsten stammt aus dem Jahr 1999. Es wurde 2000 veröffentlicht von Kim, Scully und anderen – Scully war an der Universität von Maryland, die anderen kamen für dieses Experiment von anderen Universitäten zusammen.

Dieses Experiment war einzigartig und grundlegend. Denn man dachte ursprünglich: Gut, wir erhalten also dieses seltsame Ergebnis, dass einzelne Teilchen sich zu einem Interferenzmuster anordnen. Das aber ergibt keinen Sinn! Das Ergebnis muss also irgendwie mit der Messung zusammenhängen. Durch die Messung muss wohl irgendeine Art von Energie eingebracht werden, die das Ergebnis beeinflusst. Das ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Wissenschaftler mit dem Rücken zur Wand stehen, mit den Händen in der Luft wedeln und Erklärungen aus dem Hut ziehen, die keinen Sinn ergeben. Aber man hat eben nichts Besseres.

Sei meinen, weil Physiker davon ausgingen, dass gemäß dem Newton’schen Weltbild irgendeine Kraft auf die Teilchen einwirken muss?

Ja, die Vermutung war, dass man das Teilchen, um zu messen, durch welchen Spalt es sich bewegt, doch mit irgend einer Art Energie berühren müsse. Denn ohne Berührung gäbe es keine Messung, es sei ja eine Interaktion mit dem Teilchen nötig. Und eben diese Interaktion verursache dieses sonderbare Verhalten. 

Das aber ergibt keinen Sinn. Denn wenn man fragt, wie die Interaktion bewirken könne, dass das Teilchen sich selbst in einem Interferenzmuster verteilt, dann lautet die Antwort: Keine Ahnung! Aber die Ursache muss einfach diese Interaktion bei der Messung sein, denn Messen ist das Einzige, was wir bei diesem Experiment tun. Und es ist auch die einzige Antwort, die den Materialismus retten könnte.

Um diese Idee ging es also: Man kann nicht messen, welchen Weg das Teilchen nimmt, ohne zu interagieren und damit dem Teilchen Energie zuzuführen. Wobei die Wissenschaftler mit einem tatsächlich Recht hatten: Die Messung ist der kritische Faktor – aber nicht deshalb, weil dadurch dem Teilchen Energie zugeführt würde. Das ist nicht der Punkt. 

Dieses Experiment aus dem Jahr 1999 hat gezeigt, worum es wirklich geht. Die Wissenschaftler machten damals Folgendes: Sie ließen das Teilchen den Spalt passieren, und unmittelbar danach traf es auf einen BBO-Kristall. Dadurch entstanden zwei miteinander verschränkte Teilchen, also ein verschränktes Paar. 

Als Information für unser Publikum: ein verschränktes Paar, das sind zwei Photonen, die miteinander interagieren, als wären sie verbunden in einem kohärenten System. Niemand weiß genau, wie das funktioniert. Ein Teilchen ändert zum Beispiel seinen Spin, und gleichzeitig ändert sich unmittelbar auch der Spin des anderen Teilchens in dem verschränkten Paar …

Ja, oder wenn es seine Polarisierung verändert, passiert das gleiche. Man hat also dieses verschränkte Paar erzeugt, das eine Teilchen wird „Signal“ genannt, das andere, unmittelbar mit reagierende „Idler“. Eines der Teilchen trifft auf den Bildschirm, das andere auf einen Detektor. 

Man hat also einen Detektor, der alle Teilchen erfasst, die Spalt 1 passieren, und einen anderen für alle Teilchen, die durch den zweiten Spalt gehen. Das Experiment verwendet den „Idler“ des verschränkten Paares, um die Information zu erhalten, welchen Weg das Signal-Teilchen nimmt. Dadurch kann eine Messung erfolgen, ohne das Signalteilchen jemals mit irgend einer Art von Energie zu berühren.

Die Messung ist, wie gesagt, tatsächlich der entscheidende Faktor – aber deshalb, weil sie Information erschafft. Alles dreht sich um die Information, das ist der Punkt! 

Es geht also nicht um die Berührung des Teilchens durch Energie während der Messung, das ist für das Ergebnis bedeutungslos. Und diese Tatsache war ein weiterer Tiefschlag für den Materialismus – für den die Idee einer solchen Berührung wie ein Rettungsanker erschien. Ihm zufolge musste ja eine Energie während der Messung im Spiel sein, die die Teilchen beeinflusst. Aber, wie gesagt, es gibt keinen Grund, weshalb eine solche Beeinflussung die Teilchen dazu bringen sollte, sich in einem Interferenzmuster anzuordnen.Das ergibt keinen Sinn. Aber wenn man fest an etwas glaubt, dann klammert man sich eben auch an Strohhalme!

Durch das beschriebene Experiment wurde die Annahme, es sei bei der Messung eine Energie im Spiel, widerlegt. Denn um die Information zu erhalten, welchen Weg das Teilchen nimmt, wurde es gar nicht berührt. 

Meine Theorie unterstützt die Kopenhagener Interpretation und die ursprünglichen Arbeiten von Nils Bohr und den anderen Physikern, während die derzeitige Physik das nicht tut. Deshalb habe ich die Frage gestellt: Wenn ihr Bohrs Analyse nicht unterstützt, wenn ihr anderer Meinung seid, wo bitte ist das Experiment, das die Entscheidung begründet, sich von Bohr abzuwenden? 

Mir konnte noch niemand ein solches Experiment zeigen. Man hat sich also ohne Begründung einfach dafür entschieden, nicht an einen vermeintlichen Hokuspokus zu glauben, sondern an den Materialismus. Demzufolge erzeugt die physische Welt Bewusstsein. Bewusstsein ist ein Produkt der physischen Welt. 

Meines Erachtens ist das falsch – und für diese Ansicht gibt es eine Menge Gründe. Mein Ausgangspunkt ist das genaue Gegenteil: Grundlegend für alles ist – das Bewusstsein. Und die physische Welt ist ein Produkt des Bewusstseins. 

Das Kernproblem im Hinblick auf Bewusstsein ist die Frage, wie die physische Realität Bewusstsein erschaffen soll. Die Physik bemüht sich sehr darum, mögliche Lösungen vorzustellen. Dagegen ist prinzipiell auch nichts einzuwenden. Ich scherze ein wenig darüber, wenn ich sage, dass Wissenschaftler vermeintliche Lösungen aus dem Hut ziehen oder aus der Luft greifen. Aber im Physik-Jargon gibt es diesen Begriff „Hand-waving“ wirklich. Er bedeutet im Wesentlichen: Man hat keine Fakten, die schlüssig von Punkt A nach Punkt B führen, aber man stellt sich vor, dass es trotzdem irgendwie eine Verbindung gibt. Es könnte ja sein – und man greift eine Erklärung einfach aus der Luft.

Meines Erachtens fallen viele Dinge in diese Kategorie, und sie werden dann mit der Quantenphysik assoziiert, die all die nicht-lokalen, sonderbaren Dinge, die es gibt, erklären soll. Bewusstsein erscheint auch nicht-lokal und sonderbar. Sie können dazu beispielsweise Dean Radins Arbeiten lesen, es gibt Hunderte von Experimenten, die zeigen, dass Bewusstsein sehr sonderbare und nicht-lokale Dinge bewirken kann. Daher wird vermutet, Bewusstsein müsse ein „Quanten-Ding“ sein, weil es eben auch seltsam erscheint.

Ich glaube verstanden zu haben, wo Ihrer Meinung nach die Hauptprobleme mit den Ergebnissen der Quantenphysik liegen und wo die hauptsächlichen Inkonsistenzen; was die ursprünglichen Schwächen der Experimente waren und wie man die Paradoxa lösen könnte – nämlich dadurch, noch mehr Beweise und Unterstützung für Ihre „Theorie von Allem“ zu finden. Und diese sagt im Wesentlichen: Bewusstsein ist das Ursprüngliche, Materie ist zweitrangig – eigentlich nur eine Simulation, beruhend auf den Gesetzen, wie wir sie in unserer Welt erleben.

Es ist an dieser Stelle vielleicht wichtig, Bobs Monroes Arbeiten zu erwähnen: Er sagte, wenn man die Welt als virtuelle Realität versteht, kann man nicht nur bessere Physik betreiben, sondern man kann auch völlig logische Erklärungen für Phänomene wie zum Beispiel die Fernwahrnehmung finden.

Sprechen wir darüber! Fernwahrnehmung war ja auch ein Projekt der CIA, habe ich gehört …

Sicher!

… man führte Experimente mit Telepathen durch, mit Menschen, die zu Fernwahrnehmungen fähig sind, um ohne physische Hilfsmittel in irgendwelche Bunker zu schauen. Und diese Versuchspersonen haben korrekte Information über Orte irgendwo in der Welt erhalten, wo sie nie gewesen waren, nur auf telepathischem Weg. Können Sie darüber mehr sagen?

Meine Theorie erklärt auch diese Vorgänge. Das Paranormale wird dadurch normal. Fernwahrnehmung ist eigentlich nur wie das Sammeln von Daten aus einer Datenbank. Diese Datenbank existiert, weil die „Rendering-Maschine“, aus der die virtuelle Realität entsteht, sie benötigt.

Könnte man diese Datenbank mit der sogenannten Akasha-Chronik vergleichen, von der die spirituelle östlichen Philosophie spricht?

Ja. Diese Datenbank ist für das Bewusstsein zugänglich, weil das Bewusstsein die Funktion des Computers hat. Das Bewusstsein ist der Spieler des Avatars – der Körper ist der Avatar. Wenn also das Bewusstsein diese Datenbank für das Rendering benötigt, dann ist sie für das Bewusstsein zugänglich, denn es gehört zu diesem Bereich. Fernwahrnehmung heißt also, Daten aus der Datenbank abzufragen. 

Man stellt also eine Anfrage an die Datenbank und bekommt die Information zurück …

Ja, man bekommt die Information zurück. In der Frühgeschichte haben die Menschen ihre Innenwelt erforscht. Zum Glück ist es billig, diese Welt zu ergründen. Alles, was man braucht, ist genügend freie Zeit und den Willen dazu. Den Weltraum zu erforschen ist erheblich aufwändiger, dazu braucht man eine Menge komplizierter Technologie. Aber die Menschen hatten immer die Möglichkeit, den inneren Raum zu erforschen. Also, ja, die Akasha-Chronik war bekannt. Die Menschen wussten aber nicht, weshalb es sie gibt. Sie konnten nicht verstehen, dass es sich um eine Datenbank handelt, die zur Ausführung der virtuellen Realität nötig ist. Ein solches Verständnis hatten sie nicht, aber sie wussten, dass es möglich ist, Daten aus einem nicht-physischen Etwas zu holen, und dass solche Daten korrekt sein würden. Wenn jemand immer noch bezweifelt, dass es Fernwahrnehmung wirklich gibt, sollte er das im Internet recherchieren. Es gibt dort viele Webseiten von seriösen Menschen, die Fernwahrnehmung unterrichten oder Experimente durchführen, die sie auch filmen und vorzeigen. Die Sache hat ihre Berechtigung. Und ja, die CIA hatte ein ganzes Team von Fernwahrnehmern, die wunderbare Arbeit geleistet haben, darüber wurden mehrere Bücher geschrieben.

Es gibt auch einen Film zum Thema, „Männer, die auf Ziegen starren“, sozusagen eine lustige Version davon.

Stimmt, der ist wirklich witzig. Aber wie auch immer … das alles funktioniert natürlich. Es gibt außerdem Medien, die mit Toten sprechen – nun, die Menschen sind nicht wirklich tot, aber es sieht so aus. Es erscheint ihnen selbst so. Mein Modell erklärt, was hier tatsächlich passiert. 

Ist es die Signatur, die ein Mensch während seiner Lebenszeit hinterlässt und die der Datenbank hinzugefügt wird, auf die Medien zugreifen?

Wenn Medien Gespräche mit Leuten führen, die verstorben sind, haben sie in Wirklichkeit meist mit dem  Größeren Bewusstseinssystem Kontakt, das über alle Details des Lebens verfügt. Das Bewusstsein hat alle Entscheidungen getroffen und die „Rendering-Maschine“ hat für die körperlichen Bewegungen gesorgt. Medien finden also in diesem Größeren Bewusstseinssystem alle Informationen vor. Sie bekommen Daten aus der Datenbank, Informationen direkt aus dem Größeren Bewusstseinssystem. Das System ruft diese Datenbank ab … also die Daten etwa, die Onkel Fred definiert haben, der vor 10 Jahren gestorben ist. Es ist eine sehr detaillierte Datenbank, die nicht nur erfasst, wo er hingegangen ist und was er gesagt hat, sondern auch, wie er sich gefühlt hat. Alle Daten zu seinem Bewusstsein sind ebenfalls vorhanden.

All das wurde also sozusagen in die Datenbank aufgenommen …

Ja, alles, was Onkel Fred ausgemacht hat, innerlich und auch körperlich, alle diese Daten sind zugänglich. Das Größere Bewusstseinssystem gibt diese Daten frei und interagiert mit dem Medium. Denn in jedem Austausch zwischen einem Medium und einem Klienten geht es eigentlich nicht um Onkel Fred, sondern um Lösungen und darum, dem Klienten zu helfen, der noch hier lebt. Das ist der Grund, warum das System das tut. Onkel Fred ist weg, es gibt keinen Onkel Fred mehr …

Es gab Onkel Fred nach Ihrer Theorie eigentlich auch nie …

Es gab keinen Onkel Fred, ebensowenig, wie es einen Elf im Computerspiel „World of Warcraft“ gab. Es gibt keine Elfen, die irgendwo herumlaufen, sondern nur Bilder auf einem Bildschirm. Und unser Körper ist nur ein 3D-Bild in einer virtuellen Realität.

Aber warum würde das Größere Bewusstseinssystem diese Informationen einem Medium zugänglich machen, wenn eine der Grundlagen Ihrer Theorie doch besagt, dass niemand erfahren soll, dass er sich eigentlich in einer virtuellen Realität befindet?

Es geht hier um zwei verschiedene Dinge: Erstens muss die „virtuelle Realität“ immer in sich konsistent sein. Aber sobald der Geist, das Bewusstsein, etwas tut, findet das außerhalb dieses Systems statt. Die virtuelle, physische Realität zerbricht dadurch nicht, sie bleibt konsistent und in sich fest geschlossen. Aber man reicht mit seinem Bewusstsein aus dem System hinaus. Das folgt dem Grundsatz, dass in einer virtuellen Realität der Computer, der sie errechnet, nicht zu finden sein kann. Das Berechnen der virtuellen Realität kann nicht virtuell innerhalb der virtuellen Realität stattfinden. Sie kann sich nicht selbst berechnen, daher muss der Computer außerhalb des Systems sein. In der virtuellen Welt von „World of Warcraft“ wird man nie den Computer finden, der das Spiel rechnet.

Das unterstützt Gödels Theorie …

Genau! Der „Computer“, der die virtuelle Welt generiert, muss außerhalb unser physischen Realität sein. Der Spieler, der den Avatar spielt, muss sich ebenfalls außerhalb der virtuellen Realität befinden, das ist das selbe Prinzip. Der Spieler trifft alle Entscheidungen für den Avatar, aber er sitzt am Computer – mit Maus und Joystick – und trifft seine Entscheidungen. Der Spieler selbst ist also nicht innerhalb der virtuellen Realität, er muss außerhalb sein.

Sie und ich sind Avatare, die hier miteinander reden …

Wir sind Avatare, aber der Geist, der das Gespräch konzipiert und verarbeitet, ist das Bewusstsein.

Wir sind zwei Spieler im Größeren Bewusstseinssystem – und unsere Avatare interagieren hier über Zoom …

Ganz genau! Sie sind ein Elf und ich bin ein Barbar in diesem „World of Warcraft-Multiplayer-Game“, und wir führen ein Gespräch darüber, wie wir den Boss in der Höhle besiegen können. Und die beiden Spieler müssen nicht notwendigerweise nah beieinander sein, einer ist vielleicht in China, der andere in New York. Der eine spielt den Barbaren, der anderen den Elf, und sie unterhalten sich darüber, was sie tun werden. Aus der Sicht der Avatare sind die Spieler immateriell, und ebenso die Computer. Und das muss auch so sein, weil Spieler und Computer sich im selben Realitätsrahmen befinden müssen, um ununterbrochen miteinander interagieren zu können. Man kann nicht über verschiedene Realitätsrahmen hinaus interagieren, es muss ein und derselbe sein. Spieler und Computer sind also nicht-physisch und interagieren miteinander. Die eigentliche virtuelle Realität aber ist nur ein Programm. In Wirklichkeit gibt es keine Elfen oder Barbaren, die irgendwo herumlaufen, das sind bloß Programme – und genauso ist es mit uns! Das bedeutet: Die virtuelle, physische Realität existiert nur im Geist der Spieler. Das ist ein wichtiger Punkt. Wenn „World of Warcraft“ keine Spieler hätte, was würde der Spielserver tun? Nichts. Weil alles, was der Server tut, ist, Datenströme an die Spieler zu senden.

Wenn es keine Spieler gäbe, gäbe es keine Datenströme, keine Interaktion, keine Realität …

Nichts. Aber sobald ein Spieler einsteigt, werden Datenströme gesendet. Zehntausende Spieler steigen ein – zehntausende Datenströme gehen hinaus. Das System nimmt alle Interaktionen auf – der eine Kerl macht dies, der andere das – und es berechnet all das und macht daraus ein hübsches Bild am Bildschirm, damit der Spieler sieht, was vor sich geht. Unsere Körper sind wie die Bilder auf dem Schirm, aber eben nicht zweidimensional, sondern in einem dreidimensionalen Raum. Und was sagt uns das? Es sagt uns, dass die Quelle, das Größere Bewusstseinssystem und der „Server“ als Teil der Quelle, und auch der Spieler immateriell sind. Gleichzeitig sind sie aber auch die Basis für alles. So funktioniert, etwas aufgegliedert, die virtuelle Realität.

Würden Sie die individuellen Bewusstseinseinheiten als holographische Repliken des Größeren Bewusstseinssystems bezeichnen?Ich würde sie nicht als holographisch bezeichnen, das ist ein 3D-Blickwinkel. Damit wären wir zu sehr in der Idee eines 3D-Raums gefangen. Es gibt keinen Raum im Bewusstsein. Bewusstsein hat keinen Raum.

Also ist das ein eigenständiger Begriff: „Individuelle Bewusstseinseinheit“.

Ja. Es handelt sich um eine Teilmenge, um ein Stück. Wenn Sie ein Computerwissenschaftler wären, würde ich Ihnen sagen, dass eine Individuelle Bewusstseinseinheit eine virtuelle Maschine ist. Man könnte sagen, eine Untergruppe eines größeren Computers. Große Computer haben alle möglichen virtuellen Computer, die individuelle Dinge tun, aber als Untergruppen, Einzelstücke, die aber doch Teile dieses großen Computers sind. Wir sind alle eins, wir gehören zum Größeren Bewusstseinssystem, aber wir sind auch individuell, eigenständige Teile des größeren Ganzen. In mancher Hinsicht sind wir nicht völlig unabhängig, aber wir sind doch unabhängige Akteure mit eigenem Handlungsspielraum. 

Und die dreidimensionale Welt, in der wir leben, ist nur eine von vielen virtuellen Wirklichkeiten – richtig?

Ja. Es gibt die verschiedensten Arten virtueller Realitäten … aber sie werden immer durch bestimmte Gesetze definiert, die das physische Universum prägen – mit anderen Worten, unsere Physik, Chemie, Biologie. Diese Gesetze arbeiten so präzise, dass jeder kleine Energiefluss definiert ist. Wir nennen das physikalische Kausalität. Alles ist also interaktiv. Wenn ich etwas tue, wirkt es sich auf Sie aus.

Ursache und Wirkung …

Richtig. Die Wirkungen breiten sich aus. Wenn ich eine Wahl treffe – zum Beispiel: ich heirate Sally statt Sue –, dann macht diese Entscheidung einen Unterschied für mich, für Sally, für Sue, für Sallys und Sues Eltern, deren Freunde und so weiter. Die Folgen breiten sich aus. Man trifft eine Entscheidung, und von den Folgen sind zahlreiche weitere Menschen betroffen. Das Ganze ist ein ausgeprägt interaktives Spiel. Der Computer berechnet die Interaktionen, und die Spieler treffen darin ihre Wahl. Der Computer gibt uns im Grunde etwas Hübsches zum Ansehen, damit wir eine bessere Vorstellung darüber haben, wie etwas aussieht. Aber die virtuelle Realität existiert nur im Geist der Spieler – keine Spieler, keine Datenströme. Der Spieler erhält die Datenströme und er interpretiert sie als Wirklichkeit. 

In einem Computerspiel blicken wir auf eine halbe Million Lichtpixel auf einem Bildschirm und erkennen darin Flüsse, Bäche, Felsen, Elfen, Barbaren, Schwerter, alle möglichen Dinge. Wir nehmen also eigentlich nur Lichtpunkte wahr und interpretieren, worum es sich dabei handelt. Und die Interpretation folgt den eigenen Erfahrungen. Man braucht Erfahrungen. Man muss zuvor schon mal ein Schwert gesehen haben, um erkennen zu können: „Oh, das ist ein Schwert“. Erkennen benötigt die Basis eigener Erfahrung. 

In unserem Leben geschieht im Grunde dasselbe: Wir erhalten einen Datenstrom, und wir interpretieren ihn unserer persönlichen Geschichte entsprechend, auf der Basis unserer Erfahrungen, die auch unsere Glaubenssätze enthalten, unsere Ängste, unser Ego … Alles, was zu uns gehört, bestimmt die Art unserer Interpretation. Jeder von uns lebt in seiner eigenen persönlichen Realität. Denn die Interpretation jedes Menschen unterscheidet sich ein klein wenig von der eines anderen, da jeder eine andere Erfahrungsbasis hat. Wir leben also alle in unterschiedlichen Realitäts-Rahmen. Wenn jemand sagt: Wie können diese Leute nur so dumm sein? Nun, diese Leute sehen eben nicht dieselbe Realität wie er. Sie sind nicht dumm, sie sehen nur eine andere Realität. Sie wurden mit anderen Datenströmen gefüttert, die ihren Realitätsrahmen definieren. Sie schauen uns an und sagen das gleiche über uns: Wie können die nur so dumm sein? Weil auch sie davon ausgehen, dass wir ihren Realitätsrahmen teilen. Das tun wir aber nicht. Jeder lebt in seiner eigenen Realität – und das funktioniert so: Information und Bewusstsein sind nicht körperlich. Bewusstsein ist ein Informationssystem. Bücher sind physische Objekte, auch Tinte beispielsweise – und damit werden Daten erzeugt. Daten sind physischer Natur, aber nicht die Information, die aus dem Papier, der Tinte und den Daten geschöpft werden kann. Es geht um den Inhalt, um die Bedeutung, die das Bewusstsein dem Papier und der Tinte entnimmt. Unser Bewusstsein betrachtet die Daten und erkennt darin Wichtigkeit und Bedeutung – allerdings ist das keine hundertprozentig zuverlässige Funktion. Denn die Interpretation hängt stark vom Individuum ab, auch von der Sprache und wie präzise sie ist. Von der Präzision der Schrift. Es gibt also viele Unsicherheiten in diesem Prozess.

Jedenfalls möchte das Bewusstsein, das Inhalt und Bedeutung erfasst hat, dieses Erleben mit anderen teilen. Es codiert also die Information, die es aufgenommen hat und sendet die Daten zu jemand anderem – vielleicht gesprochen, als Schallwelle, die aus dem Mund kommt, oder mit Hilfe des Geklickes eines alten Telegrafen, es kann ein E-Mail sein, Papier oder digitales Papier oder irgend etwas anderes – aber immer geht es darum, einer Person Daten zu übermitteln. Der Empfänger interpretiert diese Daten wieder auf Grund seiner eigenen Erfahrungen. Und was dabei rauskommt, muss nicht notwendigerweise das sein, was der Sender auf Grund seiner persönlichen Basis gemeint hat. 

Eine wunderbare Erklärung dafür, warum Kommunikation so schwierig sein kann!

Es ist exakt die Begründung dafür, warum Kommunikation so schwierig ist und warum wir in unseren eigenen, unabhängigen Realitäten leben. Kommunikation ist grundsätzlich nicht einfach. Also: Information ist der Inhalt, die Bedeutung. In einem System gibt es zunächst nur zufällige Teile, keine Information. Aber sobald Dinge, Symbole, organisiert wahrgenommen werden, entsteht Bedeutung, Information ist Bedeutung. Es gibt zum Beispiel Wörterbücher, in denen die Bedeutung für alle Arten schriftlicher Symbole aufgelistet ist. Wenn wir die Symbole richtig aneinander reihen, erhalten sie Bedeutung. Wir nennen diese Symbolketten Wörter. Wir sehen sie an und verstehen, was gemeint ist. Aber man braucht ein Bewusstsein, um die Bedeutung, den Inhalt zu verstehen. Und das alles ist nichts Physisches. Man könnte fragen: Wieviel Raum benötigt „Bedeutung“? Wieviel Raum braucht „Sinn“? Das braucht keinen Raum, es legt keinen Weg zurück, es ist nicht physisch. Das ist der Unterschied zwischen Daten und Informationen. Bewusstsein erzeugt Information. Und das Größere Bewusstseinssystem hat sozusagen ein Unterprogramm, das wie ein Server, ein Computer funktioniert und uns einen Datenstrom liefert. Wir nehmen diesen Datenstrom auf und interpretieren ihn durch unsere eigenen Ideen und Erfahrungen. Und diese Interpretation betrachten wir als die Realität. 

Sie sprechen auch etwas an, das manchmal „Qualia“ genannt wird, diese mysteriöse Qualität unserer Innenwelt. Warum fühlen und empfinden wir in bestimmter Art und Weise? Warum erleben wir zum Beispiel den Geruch einer Rose? All diese inneren bewussten Erfahrungen, die wir als Menschen machen, für die wir aber keine gute Erklärung haben.

Ja, dabei geht es um unsere Interpretationen von Daten. Menschen können diese Daten recht unterschiedlich interpretieren. Wir können sie physisch nicht spezifizieren, weil sie nicht physischer Natur sind. Das ist der Grund, warum man diese „Qualia“ nicht einordnen kann. Sie sind nicht physisch. Sie entstehen mit der Interpretationen von Daten durch ein Individuum. Und das bringt uns zurück zum Doppelspaltexperiment: Warum macht im Doppelspaltexperiment der Beobachter den Unterschied aus? Sobald jemand beobachtet, durch welchen Spalt das Teilchen geht, kollabiert die Wellenfunktion, sodass hinter jedem Spalt nur ein Haufen konkreter Teilchen zu sehen ist, kein Interferenzmuster. Warum ist das so? Es ist so, weil bis zu dem Moment, wenn jemand durch die Beobachtung Daten erhält, die Teilchen in dieser Realität nicht vorhanden sind. Sie werden erst ein Teil dieser virtuellen Realität, wenn das Bewusstsein eines Spielers mitwirkt.

Das ist ja die Idee einer Simulation. Der konkrete Inhalt wird erst generiert, wenn der Spieler Inhalt benötigt.

Ganz genau! Deshalb führt das Doppelspaltexperiment eben zu solchen Ergebnissen. Mit jeder Messung, die zeigt, welchen Ort das Teilchen passiert hat, kommt Information zum Beobachter, zum Spieler. Und mit der Information erhält man auch ein Ergebnis. Sobald Information vorhanden ist, erscheint ein Haufen Teilchen hinter jedem Spalt. Wenn keine Information da ist, dann gibt es diese Realität nicht – bis die Teilchen auf den Bildschirm treffen. Und dort zeigt sich im Interferenzmuster eine Wahrscheinlichkeitsverteilung.

Soweit ist das klar. Aber wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstehe, müssten doch die Ergebnisse unterschiedlich sein, abhängig vom Beobachter, und nicht immer zum gleichen Ergebnis führen. Aber alle Beobachter erhalten ähnliche Ergebnisse, solange der Aufbau des Experiments ähnlich ist. Müsste nach Ihren vorherigen Erklärungen das Ergebnis nicht grundsätzlich unvorhersehbar sein, weil es davon abhängig ist, wer das Experiment durchführt oder es beobachtet?

Nein. Nur wenn es um persönliche Details geht, bekommt man auch persönliche Ergebnisse. Solange es nur darum geht, ob etwas da ist oder nicht, bekommt man sie nicht. In der Frage beispielsweise „Ist da ein Mikrophon vor Ihnen?“ werden wir uns – und alle, die dieses Interview sehen, einig sein. Wir würden nicht überlegen und sagen: „Naja, vielleicht … Es könnte meiner Meinung nach ein Mikrophon sein … Aber sieht es nicht doch aus wie eine Dose mit einem schwarzen Bommel drauf? … Das ist doch kein Mikrophon!“ Jedem, der es sieht, ist klar: Das ist ein Mikrophon. Es geht dabei um nichts Persönliches. Würde man aber fragen: „Ist es ein gutes Mikrophon? Stimmt die Qualität?“, dann würde man unterschiedliche Antworten erhalten.

Es gibt also eine sich überschneidende Teilmenge von Informationen, über die wir einer Meinung sind mit Bezug auf unsere geteilte Realität. Zum Beispiel darüber, dass Menschen auf zwei Beinen gehen und zwei Arme haben. Wir sind uns einig über Dinge, die unsere menschliche Existenz definieren, und es gelten dabei auch die gleichen Gesetze, Regeln für alle Spieler, also für alle Avatare desselben Typs, wenn man das so sagen kann …

… ja, richtig …

 Also gibt es einerseits eine Realität, die wir alle teilen, und andererseits die zutiefst persönliche Realität, die nur für diesen Avatar bzw. Spieler innerhalb des virtuellen Realitätssystems relevant ist. 

Ja, das alles hängt mit dem Begriff der „Unbestimmtheit“ zusammen. Dinge, mit denen wir interagieren, die eine nur geringe natürliche Unsicherheit aufweisen, scheinen eine objektive Tatsache zu sein, wie das Mikrophon vor Ihnen oder die Wand hinter Ihnen.

… auch der Materialismus erschien für lange Zeit wenig unsicher …

Diese Dinge scheinen eine objektive Tatsache zu sein, weil sie nur eine geringe Unbestimmtheit aufweisen. Sie haben eine kleine Unbestimmtheit, aber sie ist wirklich winzig. Es gibt aber Gegebenheiten mit großer Unbestimmtheit, zum Beispiel die Güte dieses Mikrophons. Das Urteil darüber hängt davon ab, wie gut man sich mit Mikrophonen auskennt, ob man mit der Marke des Mikrophons vertraut ist, wie viele Modelle es davon gibt … Es gibt da also viele Variablen und Unsicherheiten, deshalb werden die Leute auch verschiedene Meinungen haben. Weil aber die Unsicherheit darüber, ob das vor Ihnen ein Mikrophon ist oder nicht, sehr klein ist, können wir uns darüber einig sein. Wir stimmen überein, wir sehen Dinge als objektive Tatsache, wenn die damit verbundene Unsicherheit klein ist. Eigentlich ist alles subjektiv – das hatten Sie vorhin ja angedeutet. Aber es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die annähernd objektiv sind, weil ihre Unbestimmtheit klein ist. Gegebenheiten mit hoher Unbestimmtheit sind ausgeprägt subjektiv. Aber im Grunde ist natürlich alles subjektiv. 

Wir hängen alle gern an der Vorstellung, dass, wenn unser Leben eine Bedeutung hat, idealerweise auch etwas von uns, von jeder individuellen Bewusstseins-Einheit, unvergänglich sein müsste. Was meinen Sie, was sagen Sie in Ihrer Theorie dazu?

Nun, Sie selbst sind eine individuelle Bewusstseinseinheit. Sie sind nicht Ihr Avatar. Ihr Avatar wird, ganz genau wie der Elf in Ihrem Computerspiel, sterben. Das heißt aber nicht, dass Ihr Bewusstsein stirbt, sobald Ihr Elf stirbt. Der Junge, der den Elf spielt, fällt nicht tot mit dem Gesicht auf den Schreibtisch und auf die Maus, nur weil sein Elf in der Computer-Simulation stirbt. Das sind zwei verschiedene Dinge. Wir sind das Bewusstsein, der Spieler. Und wenn unser Körper stirbt, lebt das Bewusstsein weiter. Wir sind unsterblich. Wir leben weiter. 

Wir verlieren den Avatar, aber wir bekommen vielleicht einen neuen …

Wir bekommen einen anderen. Der Hauptpunkt ist, wir sind hier, um Entscheidungen zu treffen, um zu wachsen, um die Entropie unseres Bewusstseins zu reduzieren, um die Qualität unseres Bewusstseins weiter zu entwickeln. Das können wir aber nicht auf die Schnelle tun, denn dafür ist es nötig, uns zu verändern. Wir müssen unser Selbst ändern, erwachsen werden und Liebe entwickeln. Fürsorge, Güte, für den anderen da sein … Um das zu erstreben sind wir hier in dieser virtuellen Realität, in diesem „Entropieverminderungs-Trainer“, das ist der Hauptpunkt. 

Darum sind wir hier und müssen es wieder und wieder und wieder versuchen – auch, weil dieses Wachstum ein sehr langsamer Prozess ist.

Das unterstützt die Idee der Reinkarnation, dass wir einen erneuten Anlauf als menschliches Wesen unternehmen dürfen.

Ja, richtig.

Wir helfen damit dem Größeren Bewusstseinssystem beim Spiel der „Evolution“. Aber was passiert, wenn die Entropie Null ist? Die gesamte Entropie, die es gab, wurde zu Null reduziert …

Soweit kommt es nie. So, wie wir in der physischen Welt nie den absoluten Nullpunkt erreichen können, weil schon der Versuch des Kühlens eine Erwärmung verursacht, so ist es auch mit der Entropie. Man kann nicht null Entropie erreichen. Um Entropie zu reduzieren, ist Arbeit nötig, man muss etwas tun. Man kann nicht einfach herumsitzen, und die Entropie wird geringer. Wenn man nur dasitzt, wird die Entropie höher. Sie steigt – das ist das 2. Gesetz der Thermodynamik. Wenn man keinerlei Energie hineinsteckt, wird die Entropie höher, nicht niedriger. Sie zu senken, erfordert also Arbeit. Sogar wenn man Null erreichen könnte – was unmöglich ist –, würde die Entropie in dem Moment, wenn man sagt: „Null, das Ziel ist erreicht“!, wieder ansteigen, weil man keine Energie mehr hineinsteckt, um sie niedrig zu halten. Das ist der Grund, warum man nie fertig wir und nie Null erreicht, weil es immer neue Mühe erfordert, die Entropie zu senken. Das Bewusstsein als Informationssystem versucht sich zu entwickeln, das heißt, es versucht, seine Entropie zu senken. Es sucht immer nach Wegen, um das zu erreichen. Es hat dazu bestimmte Möglichkeiten oder neue Zustände, in die es sich begeben kann. Es könnte natürlich auch einfach komplexere Muster von Mustern von Folgen an Mustern erzeugen und ihnen besondere Bedeutung beimessen – in der Absicht, damit die Entropie zu senken. Aber im Endeffekt würde sich das abflachen und asymptotisch einer Linie annähern. Das Wachstum, die Reduktion der Entropie würde damit mehr und mehr Optionen verlieren. Und wenn man noch so viele Muster von Mustern von Mustern erzeugt hat …

… läuft man damit doch gegen die Wand.

Ja, denn die Erträge im Vergleich zu dem Aufwand, den man hineinsteckt, werden immer kleiner. Man braucht also etwas Neues. Eine neue Idee, eine neue Dimension, in der man sich bewegen kann. Eine neue Dimension, die wieder mehr Möglichkeiten eröffnet – das ist ähnlich wie in der Biologie bei den einzelnen Zellen, die sich irgendwann zu einem vielzelligen System entwickeln, das sich wiederum zu einem Organismus mit spezialisierten Organen entwickelt, Leber, Nieren, Lunge und so weiter. Das wird immer komplexer. Sobald aber die Möglichkeiten vorhanden sind, vermehren sich die Optionen für die Entwicklung immens. Wenn man also einen großen Raum für Entwicklungen schaffen will, braucht man viele individuelle Bewusstseinseinheiten, gibt ihnen einen freien Willen und lässt sie miteinander interagieren, wie auch immer sie wollen, ohne sie zu kontrollieren. Sie werden aus ihren eigenen Erlebnissen lernen und ihre eigene Erfahrungsbasis haben, aufgrund derer sie die Gegebenheiten interpretieren. Dann geht es um die Frage, was alle gemeinsam aufbauen können, welche Art von Organismus gemeinsam erschaffen wird. Vor uns allen öffnet sich also ein riesiger Entwicklungsraum. Man sollte sich aber nicht vorstellen, dass da ein System gelangweilt war und nun rausgehen und etwas erleben wollte. Das wäre auch so eine aus der Luft gegriffene Idee von jemandem, der mit dem Rücken zur Wand steht und einfach irgend etwas sagt. Nein, es gibt einen Grund dafür. Ein gigantisches, inflexibles System böte nur begrenztes Evolutionspotential. Hingegen hat ein System, dessen Einzelteile auf kreative Weise miteinander interagieren, enormes Potential. Besonders, wenn es siebeneinhalb Milliarden Teile gibt, die alle interagieren …

Zum jetzigen Zeitpunkt! Insgesamt könnten es in der Geschichte 100 Milliarden oder mehr gewesen sein …

Ja, je mehr es gibt, umso mehr Möglichkeiten entstehen für die Entwicklung.

Ähnlich wie bei Parallelrechnern …

Richtig. Klarerweise kann man damit viel mehr tun. Und darum geht es. Das Größere Bewusstseinssystem  verfügt über diese individuellen Bewusstseinseinheiten und muss lernen, mit ihnen zu interagieren. 

Zunächst schlug das Größere Bewusstseinssystem einfach vor: „Lasst uns alle zusammenstehen, wir werden freundlich zueinander sein, denn das hält die Entropie niedrig. Wir werden alle zusammenarbeiten.“ Die individuellen Bewusstseinseinheiten aber antworteten: „Auf keinen Fall! Ich gehe lieber angeln, mir ist nicht danach, mich einzuordnen.“ Das System musste also lernen, wie es die Zusammenarbeit gemeinsam mit den Individuen optimieren kann. So wurden wir auch zu Lehrern. Das System musste mit uns interagieren und uns helfen, in unserer Entwicklung gute Entscheidungen zu treffen, um selbst davon zu profitieren. 

Durch Zusammenarbeit …

Ja, Zusammenarbeit. Das Größere Bewusstseinssystem konnte uns nicht einfach vorschreiben, was wir tun oder nicht tun sollten, weil der freie Wille dem entgegenstand. Wenn man jemandem etwas vorschreibt und es nicht dessen eigene Entscheidung ist, dann wächst er nicht daran. Durch die Interaktion mit uns lernte das Bewusstseinssystem, dass Liebe, dass das Miteinander in Güte und Mitgefühl auf dem Weg der Zusammenarbeit ein soziales System optimiert. Denn mit den Individuellen Bewusstseinseinheiten entstand auch ein soziales System. Es hat lange gedauert, bis das Größere Bewusstseinssystem lernte, dass Drängen, Überreden, Bedrohen oder ähnliches nur zu schlechten Ergebnissen führt. Sie waren immer suboptimal. Die besten Ergebnisse können erzielt werden, wenn die Individuellen Bewusstseinseinheiten Entscheidungen auf ihre eigene Art und Weise treffen können, geführt vielleicht durch gewisse Leitlinien oder durch Zuspruch, aber ohne ihnen zu befehlen, was sie tun sollen, ohne ihren freien Willen zu untergraben. 

Es befinden sich also alle gemeinsam in einem großen Chatroom, interagieren miteinander und wachsen dabei. Sie gründen Vereinigungen, tun sich zusammen, erschaffen manches, aber die Entwicklung geht sehr, sehr langsam voran. Also sagt das System: „Wir brauchen eine Regelsammlung, die ein Spiel kreiert, in dem jede freie Entscheidung reale Folgen hat. Und wie mache ich das? Ich schaffe eine virtuelle Realität, die sich selbst entwickeln kann. Die Individuellen Bewusstseinseinheiten können sich als Charaktere in das Spiel einloggen, sind aber strengen Regeln unterworfen. Und jetzt geht es nicht mehr nur um ein Blabla im großen gemeinsamen Chatroom. In der virtuellen Welt geht es um Leben und Tod. Sich im Winter warmhalten, fit bleiben, Familie und Kinder haben – das ist nun eine ganz andere Welt. Und wir sind darin auf uns allein gestellt und müssen irgendwie zurechtkommen. 

Damit bewegten wir uns fort von einem Zustand, in dem wir nicht viel gewachsen waren, aber sehr viel Potential hatten. Freier Wille bedeutet, über ein großes Potential zu verfügen, die Entropie entweder zu senken oder zu erhöhen. Man kann gute oder schlechte Entscheidungen treffen. Wir hatten also dieses große Potential, aber erst ganz wenig Erfahrung. Und plötzlich befanden wir uns in einer Umgebung, die jeden Tag, jede Stunde Entscheidungen über Leben und Tod von uns fordert.

Wir begannen diesen Weg so, wie jeder anfängt: Zunächst zeigte sich das Potential unserer Ängste und auch Wettbewerbsdenken: „Oh nein, Du hast etwas zu essen, ich bin hungrig!“ Oder: „Ich bin größer als du, jetzt habe ich etwas zu essen und Du bleibst hungrig!“ Auf diese Weise haben wir gehandelt. Das sind keine guten Entscheidungen, aber so begann es. 

Sie kennen ja diese Geschichte – sie ist in allen Kulturkreisen, Völkern und Stämmen bekannt: Die eifersüchtigen und zornigen Götter schmettern die Menschen nieder, sie lenken Schwärme von Heuschrecken auf sie oder lassen Stürme aufziehen. Es geht immer um eine Hassliebe zwischen Gott und den Menschen, von der erzählt wird. Gott ist allmächtig und stellt Forderungen: Du musst dies tun, Du musst das tun, und wenn Du die Dinge nicht richtig machst, wirst Du bestraft. Ich denke, diese Geschichten entstammen dem kollektiven Bewusstsein aus einer Zeit, in der das Größere Bewusstseinssystem noch lernen musste, dass Liebe, Güte und Freundlichkeit der optimale Weg in Richtung Fortschritt sind. Anfangs versuchte es, uns zu schikanieren, uns vorzuschreiben, was wir tun sollten. Stellt Euch alle in einer Reihe auf, wir üben jetzt Höflichkeit und Rücksichtnahme! So etwas funktioniert einfach nicht! Denn es geht nicht nur darum, was wir tun, sondern darum, wie wir wirklich sind. Man kann noch so kooperativ und höflich handeln – um wirklich zu reifen, ist es nötig, kooperativ oder gütig zu sein. 

Entwicklung dauert deshalb so lange, weil es um eine Änderung auf der Seins-Ebene geht. Wenn wir uns einfach nach einer Spiel-Anleitung verhalten würden – Aha, dies muss ich so und das so machen! –, dann wäre keine Entwicklung möglich. 

Es geht hier um keinen intellektuellen, sondern um einen Prozess des Seins. Darum benötigt diese Entwicklung auch mehr Zeit als nur ein Leben. Es ist ein Prozess, der die Persönlichkeit verändern soll.

Ihre Theorie rettet also auch den Reinkarnationsgedanken, nachdem der freie Wille bereits zuvor gerettet worden ist. Gehen Sie davon aus, dass wir, die Individuellen Bewusstseinseinheiten, potenziell ewig weiter leben werden?

Sicher. Absolut. Wir sind unsterblich. Es gibt keinen Grund für das Größere Bewusstseinssystem, die Individuellen Bewusstseinseinheiten zu löschen. Solange sie das Potential für eine Weiterentwicklung haben, bleiben sie Teil des Spiels. Sogar wenn sie sich zurück entwickeln, haben sie das Potential für eine Entwicklung. Möglicherweise könnten wir an einen Punkt kommen, an dem wir uns so weit zurück entwickelt haben, dass es keine Möglichkeit mehr für eine weitere Entwicklung gibt. An diesem Punkt würden wir wahrscheinlich gelöscht werden, aber das ist wirklich schwer vorstellbar. Wir sehen die Dinge nicht so. Sogar schlechte Menschen, die wir kennen, haben ein Potential für Entwicklung. Sie müssen nur ein paar Dinge lernen und erwachsen werden.

Sie brauchen Zeit und die Möglichkeit zu wachsen …

Ja, Dinge passieren eben. Man muss alles als eine Möglichkeit zum Lernen betrachten. Verschiedene Dinge geschehen und schaffen die äußeren Umstände. Und es geht nicht so sehr darum, welche Umstände das sind. Was passiert, ist letztlich gar nicht so wichtig. Wichtig ist, was man aus den Gegebenheiten macht, welche Entscheidungen man trifft.

Ich sage auch oft, man bekommt das, was man braucht und verdient. Und wie auch immer es enden mag – es ist das, was wir brauchen, um zu wachsen. Wir erhalten das, was wir durch unser bisheriges Wachstum –oder auch durch den Mangel an Entwicklung – verdient haben. So sieht es aus.

Hoffen wir also, dass viele Menschen dieses Interview als Anregung zu Wachstum und persönlicher Entwicklung annehmen können. Wunderbar! Danke vielmals für das Gespräch!

Sehr gern!

 

Original-Interview: Werner Nieke
Redaktion: Werner Huemer

 

Hinweise:
Mehr zu den wissenschaftlichen Details, die in diesem Beitrag erwähnt werden, finden Sie hier.
Das Gespräch mit Thomas Campbell ist in englischer Originalfassung auf „Thanatos TV EN“ zu sehen:

"Consciousness is Immortal.“ | An In-Depth Interview with Tom Campbell

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3 Gedanken zu “Tom Campbell: „Wir leben in einer virtuellen Wirklichkeit. Bewusstsein ist unsterblich!”

  1. EN/DE

    I am in joy about each further being – which comes *back* to this consciousness, that contain this simple logical conclusion – which is always present

    In the calm everyone recognizes this mechanics/how the self/world/worlds/existence/consciousness/everything function and is able (more or less precise) to explain/describe it (description/explanation form depend to the world and era setting and the own setting/adjustment) – no matter the possible temporary oblivion

    I have shifted/switched part of my attentiveness in the 4 year body/module – in the world of ReAL – 40 years ago

    It was not my will to accept the human programs/habits, so I have no oblivion

    I am in the gratefulness about the certain evolution – that we can finally more and more communicate in the directness

    /

    Ich bin in Freude über jedes weitere Wesen – das zu diesem Bewusstsein zurückkehrt, das diese einfache logische Schlussfolgerung enthält – das immer gegenwärtig ist

    In der Ruhe erkennt jeder diese Mechanik/wie das Selbst/die Welt/die Welten/die Existenz/das Bewusstsein/alles funktioniert und ist in der Lage (mehr oder weniger präzis), sie zu erklären/zu beschreiben (Beschreibung/Erklärungsform hängt von der Welt und der Ära Einstellung ab und dem eigene Einstellung) – unabhängig von der möglichen vorübergehenden Vergessenheit

    Ich habe vor 40 Jahren einen Teil meiner Aufmerksamkeit im 4-jährigen Körper/Modul – in der Welt von ReAL – verschoben/gewechselt

    Es war nicht mein Wille, die menschlichen Programme/Gewohnheiten zu akzeptieren, also habe ich keine Vergessenheit

    Ich bin in Dankbarkeit für die gewisse Evolution – dass wir endlich mehr und mehr in der Direktheit kommunizieren können

  2. In Diskussionen mit Materialisten habe ich immer wieder gesagt:“ Aber erklärt mir doch einmal den Doppelspaltversuch!“ Wieso kann denn ein angebliches Materieteilchen selber entscheiden, was es macht (beobachtet oder nicht beobachtet). Die einzig richtige Erklärung ist die obige von Tom Campbell. Dies ist auch physikalisch eine Revolution. Ich glaube aber, dass diese Erklärung genauso untergehen wird in diesen Coronapanikzeiten wie die mathematische Revolution von Gödel 1932. Wir werden ja auch weiterhin nur als Spinner bezeichnet werden, die eigentlich in eine Anstalt eingesperrt werden müssten.

  3. Kannst du auch mal russische Forscher ein Interview machen ?Der Professor der die Seele und aura fotografierte sowie der wiedererwecksungsforscher grigori grabovoi der anders vorgeht als alle anderen?danje

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