Marcus Franz: „Das Sterben gilt bei uns als Schande“

„Das Sterben gilt bei uns als Schande“, sagt Prim. Dr. Marcus Franz. Er ist Internist und befasst sich kritisch mit Aspekten des Lebens in Todesnähe.

In dem Interview geht es unter anderem um die gesellschaftliche Verdrängung das Sterbeprozesses, um das Phänomen der Nahtoderfahrungen, um Grauzonen des Hirntodes und der Organtransplantation sowie um die Hospizarbeit und Palliativmedizin: Eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation in Österreich.

 

Aus dem Inhalt:

00:10 – Wie beurteilen Sie die Einstellung der Ärzteschaft in Österreich zum Phänomen der Nahtoderlebnisse: Ist man aufgeschlossen?
01:00 – „Die Ärzteschaft ist zweigeteilt, das Thema wird sehr kontroversiell diskutiert.“
01:16 – Wird der Tod tabuisiert?
01:35 – „Früh zu versterben oder tödlich zu erkranken wird als Versagen angesehen.“
01:45 – „70 bis 75 Prozent der Menschen versterben im Krankenhaus. Das Sterben erfolgt heute überwiegend nicht mehr wie früher zu Hause im Kreise der Angehörigen.“
02:25 – Aspekt Spaßgesellschaft
02:45 – Woher kommen diese Tendenzen, wie könnte man sie ändern?
04:08 – Was kann man von Todesnähe-Phänomenen profitieren?
05:18 – Wie ist Ihr persönlicher Zugang zu diesem Thema?
07:16 – Ist es sinnvoll und aussichtsreich, die Sterbephase wissenschaftlich näher zu untersuchen? Ethische Aspekte, Patientenrechte
08:11 – Grauzone Organtransplantation: Ist der Todeszeitpunkt eindeutig geklärt?
09:30 – Gibt es Alternativen zum Hirntodkriterium?
10:35 – Ist die Transplantationsmedizin alternativelos?
11:06 – Ist es gerechtfertigt, die Unsicherheit des Todeszeitpunktes in Kauf zu nehmen?
11:52 – Problematik Widerspruchsregelung in Österreich
12:50 – Situation der Schmerzbehandlung in Österreich
13:35 – Situation Palliativmedizin: „Für Sterbende gibt es keine Lobby“
14:25 – Situation Hospizarbeit in Österreich

 

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Redaktion, Interview, Schnitt: Werner Huemer
Kamera, Regie: Wolfgang Scherz
Ton: Michael Braunstein
Grafik: Mehmet Yesilgöz

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